Aktuelle Nachrichten aus allen Bereichen

„Das Prickeln für Geistigkeit in Rumänien”

Dafür, dass er 20 Polikliniken und sechs Krankenhäuser in Rumänien besitzt, wirkt Dr. Wargha Enayati erstaunlich entspannt. Ein moderner Ibn Sina, so mag man auf den ersten Blick denken, denn seine persischen Wurzeln stehen ihm ins Gesicht geschrieben. Doch wenn er den Mund aufmacht, spricht auf einmal ein typischer Deutscher, geboren und aufgewachsen in Frankfurt. Seit 28 Jahren lebt er nun in Rumänien und hat eine Bilderbuchkarriere hinter...

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Mit Tönen Flügel verleihen

Ein Film ist in erster Linie visuell. Doch nicht minder wichtig ist die akustische Parallelwelt, die das Sichtbare wirkungsvoll unterstreicht: der sogenannte Soundtrack. Hufgetrappel, Gewehrfeuer, zu Boden stürzende Urwaldriesen oder schallende Ohrfeigen – damit befaßt sich die 26-jährige Bukaresterin Laura L?z?rescu, zu deren beruflichem Alltag es gehört, mit Kokosnussschalen zu klappern, Wassermelonen zu spalten oder mit Fleischstücken zu...

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Schnullerphilosophie

Manchmal kann man selbst von einem Baby eine Lebenslektion lernen. Dies wurde mir bei der Beobachtung des kleinen Oliver klar, der schon selbstständig aus dem Fläschchen trinken konnte. Er saß im Kinderstühlchen, nuckelte am Schnuller und griff nach der vor ihm stehenden Milchflasche. Als er sie jedoch zum Mund führen wollte, hatte er ein Problem: Das, was sonst so leicht ging, wollte diesmal aus unerfindlichen Gründen einfach nicht gelingen. Mit...

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Autofahrer

Unlängst überholte mich ein Kleinbus mit einem großen Schild hintendran: „Achtung, Kinder!“ Auch die beliebten Sticker „Baby an Bord” kennt jeder. Aber – worauf soll man hier eigentlich aufpassen? Sitzen denn die Kinder am Steuer? Oder sind Busfahrer und Eltern im Beisein der Kleinen als Verkehrsteilnehmer so eingeschränkt, dass man auf sie extra Obacht geben muss? Wenn das so ist, dann müsste man das Stickerangebot gerechterweise erweitern, um...

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„Als hätten wir im Krieg gespielt”

Langsam füllt sich die evangelische Kirche von Rothberg/Ro{ia mit Menschen - ein seltenes Ereignis seit dem Exodus der Sachsen, die so eilig nach Deutschland aufbrachen, dass  sie ihre Schals und Tücher auf den Kirchenbänken zurückließen. Das Streichtrio nimmt seinen Platz vor dem prachtvollen Altar ein - dort, wo am Morgen noch Pfarrer Schlattner in festlich weissem Talar einen Gottesdienst hielt, für die evangelischen, katholischen und...

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Expedition auf den Spuren der Daker

Nur mühsam kriecht der schwerbeladene Geländewagen den serpentinenreichen, 2 km langen Weg vom Ort Capâlna (zwischen Sebes und dem Oasa Stausee) in Richtung Dakerfestung hoch. Als wir am angekündigten Umkehrplatz ankommen, fällt uns das Herz in die Hose: er ist viel zu schmal zum Wenden! Links klafft ein gähnender Abgrund, rechts schroffer Fels. Mit millimetergenauen Manövern schafft es George Dumitriu dann doch – naßgeschwitzt, schon vor dem...

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Ein Fest für Geist, Körper und Sinne

Bukarest - Vom 23.  bis 26. Juni fand am Ausstellungsgelände der Romexpo die erste Edition der Messe „TMA – Festival für Spiritualität, alternative Medizin und komplementäre Therapien” statt. Bei der Idee für die Veranstaltung ließ man sich aus Deutschland inspirieren, wo sich derartige Messen seit langem großen Zuspruchs erfreuen, verriet Oreste Teodorescu, bekannt aus der Fernsehserie „Codul lui Oreste”. Gleich am Eingang überwältigte ein Stand...

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Der Ameisendoktor von Hodisu

 

Fast täglich erklimmen Fahrzeuge die steile Schotterstraße nach Hodi{u, einem malerischen Dorf in den Apuseni-Bergen, wenige Kilometer von Huedin entfernt, und halten vor dem roten Haus von Ioan Lazea. An manchen Tagen kommt der Bauer vor lauter Patienten kaum zum arbeiten. Seine Frau zieht mit Strohhut und Rechen bewappnet am Stall vorbei aufs Feld, während er sich um ein aus Baia Mare angereistes Paar kümmert. Fotograf George Dumitriu folgt...

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Mistverständnisse

Sprachenlernen macht Spaß - vor allem wegen der vielen Versprecher, über die man auf dem steinigen Weg bis zum Endlich-Sprechen-Können unvermeidlich stolpert... Die Peinlichkeiten sind längst vergessen, die Anekdoten aber bleiben unvergesslich. So etwa die Geschichte vom Militärattache, der sich eines Morgens zum Rumänischkurs verspätet hatte. Seine Ehefrau, ebenfalls Kursteilnehmerin, entschuldigte ihn beim Lehrer in tapferem Kampfrumänisch:...

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Das Cremewurschti

Die – vermutlich aus gutem Grund – bis zur Unkenntlichkeit zerkleinerten Teile des Schweins, am Verwesen gehindert und in dessen Gedärme gestopft, nennt man in Frankfurt liebevoll Wienerle, in Wien jedoch komischerweise Frankfurter. In Rumänien, ebenfalls bekannt und beliebt, steht auf der Packung der blassrosa Würstchen: „crenvur{ti”. Wobei das fade schmeckende Gebilde sicherlich keinen Meerrettich – auch Kren genannt –  enthält, wie man...

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