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16 Firmen aus Rumänien bei Internationaler Grüner Woche Berlin 

Rekordbeteiligung: 1800 Aussteller aus 72 Ländern

Messestand der Firma "Fares" aus Broos. Fotos: Bernd Brussig

Laura Teodorescu vom Exportbüro der Firma „AGRICOLA“ aus Bacău und ihr Kollege auf der Internationalen Grünen Woche Berlin 2020. Zertifizierte Markenprodukte dieser Firma errangen den „SUPERIOR TASTE AWARD 2019“ in Brüssel.

Mit der bislang höchsten Beteiligung in ihrer 94-jährigen Geschichte präsentierten sich vom 17. bis 26. Januar über 1800 Aussteller aus 72 Ländern (2019: 1750 Aussteller / 61 Länder). Rekordbeteiligung! Und: Wie nie zuvor stand die Grüne Woche mit zahlreichen Ausstellungsbeiträgen und Konferenzen im Zeichen der Klimadebatte.Trendthemen der 85. Edition der globalen Leitmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau waren Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und umweltfreundliche Produktionsverfahren. Ganz in diesem Trend liegen auch die Erzeugnisse der 16 Unternehmen aus Rumänien. Davon kamen sieben allein aus Siebenbürgen. Agierte Rumänien 2012 als das Partnerland der Internationalen Grünen Woche Berlin, kam in diesem Jahr dem jüngsten Mitgliedsland der EU, Kroatien, diese Ehre zu.

Publikumsmagnet und Plattform der Politik

Als Veranstalter der Internationalen Grünen Woche fungiert die Messe Berlin GmbH. Ideelle Träger sind der Deutsche Bauernverband (DBV) und die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Die traditionsreichste und besucherstärkste Berliner Messe präsentiert eine globale Marktübersicht der Ernährungswirtschaft sowie das größte Angebot an regionalen Spezialitäten auf Messen. Die landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Sonderschauen schafften auch diesmal eine einzigartige Erlebniswelt für das Publikum. Mit 129.000 Quadratmetern (2019: 125.000 qm) war die zur Verfügung stehende Hallenfläche unter dem Berliner Funkturm restlos belegt. Wie 2019 zog auch die diesjährige Grüne Woche, die am Sonntag endete, insgesamt 400.000 Fach- und Privatbesucher in ihren Bann.Ein Höhepunkt bei den mehr als 300 messebegleitenden Fachveranstaltungen war das „12. Global Forum for Food and Agriculture“, das vom Bundeslandwirtschaftsministerium ausgerichtet wurde. Das Leitthema: „Nahrung für alle! Handel für eine sichere, vielfältige und nachhaltige Ernährung“.Die Bundesregierung zeigte mit vier Sonderschauen des Landwirtschafts-, Entwicklungs-, Umwelt- und Forschungsministeriums auf der Grünen Woche Flagge. Zum Beispiel verdeutlichte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in der Messehalle 23a den Besuchern deren Einflussmöglichkeiten in der Wertschöpfungskette, etwa beim Einkauf im Supermarkt und Verwertung von Lebensmitteln.

Trendwechsel von „vegan“ zu Nachhaltigkeit

Auf der Eröffnungskonferenz der Grünen Woche beschrieb der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, die aktuelle Branchensituation und den wirtschaftlichen Stellenwert ihrer Wirtschaftszweige mit Sätzen wie: „Nicht nur konjunkturell ist die Branche gut aufgestellt. 2019 hat gezeigt, dass die Ernährungsindustrie mit großen Schritten den notwendigen Weg hin zu mehr Generationenverantwortung geht. So verwundert es nicht, dass der Megatrend des vergangenen Jahres nicht `vegan`, `proteinreich` oder ein neuer enthusiastischer Geschmack war, sondern die nachhaltige Entwicklung der Lebensmittelproduktion“.

Rumänischer Messekomplex

Eröffnet wurde der rumänische Messekomplex von Adrian Oros und Staatssekretär Aurel Simion sowie dem Botschafter S.E. Emil Hurezeanu am ersten Messetag. Der Agrarminister der Republik Moldau, Ion Perju, besuchte den rumänischen Messestand am Eröffnungstag.Rumäniens Ministerium für Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raums (MADR) präsentierte in der Messehalle 18 eine Mixtur aus Produkten wie diversen Bienenhonigsorten an den Messeständen, zuzüglich digitalisierte Präsentationen in Form attraktiver Videofilme auf zwei großflächigen Screens an der Wand der repräsentativen Rezeption des MADR.

Insgesamt präsentierte das MADR 16 Unternehmen, darunter sieben aus Siebenbürgen, wie etwa die 1929 in Broos/Orăștie gegründete Firma „fares“, Produzent von Kräutern und Tinkturen für medizinische Anwendungen, und in digitalisierter Form auf Screens im Rezeptionsbereich exzellente Videopräsentationen, zum Beispiel von „Telemea de Ibănești“.Sowohl die angebotenen Produkte an den Messeständen, als auch die per Videofilm präsentierten Produkte entsprachen den hohen EU-Anforderungen, waren stets mit Qualitätslogos ausgestattet: Denumire de Origine Protejată (D.O.P.), Indicație Georafică Protejată (I.G.P.); Specialitate Tradițională Garantată (S.T.G.). Mit solchen Kennzeichnungen und Zertifikaten liegen die rumänischen Produkte voll im Qualitätsanspruch der Grünen Woche Berlin. Ein Parade-Beispiel dafür ist die Firma „AGRICOLA“ aus Bacău, Produzent von Fleischwaren in Super-Qualität mit Marken wie „Salam de Sibiu“ und Hühnchen-Coquelet „Waldhuhn“, alle ausgezeichnet mit dem „SUPERIOR TASTE AWARD 2019“ in Brüssel.Ein weiteres markantes Beispiel dafür ist auch die Vereinigung „Produs de Cluj“, die seit Jahren auf der Grünen Woche mit zertifizierten Bio-Produkten vertreten ist. Auf der Grünen Woche 2020 mit drei Firmen: Zum Beispiel die Firmen „Adriana & Gabriel Sătmar“ mit zahlreichen Bienenhonigsorten und leckeren Konfitüren sowie „Lavanda Lola“ aus Bonțida, Produzent von Lavendelwasser und dekorativen Lavendel-Riechkissen. Ein 2-Meter-Banner „Toate cele bune de la Cluj!“ des Klausenburger Produzentenverbandes machte den Qualitätsanspruch sichtbar.Apropos Qualität: Präsent auf der Grünen Woche 2020 war wie in den Jahren zuvor auch das Landesamt für Weinbau (ONVPV) mit Qualitätsweinen aus allen Weinregionen Rumäniens, etwa Dry Jidvei Muscat aus Siebenbürgen und Pinot Noir aus dem Banat. Kein Wunder, dass Kenner guten Weins auf eine Kostprobe am ONVPV-Messestand vorbeikamen, Gefallen an den köstlichen Tröpfchen fanden und gleich ein paar Flaschen auf Vorrat kauften.

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