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23 rumänische Bahnhöfe sollen modernisiert werden

Historische Bahnstation in Herkulesbad ebenfalls auf der Liste

Spuren der k.u.k.-Monarchie sind am Bahnhof in Herkulesbad an jeder Ecke zu entdecken. Foto: Lucian Muntean

Das Gebäude galt als eine der schönsten Bahnstationen in Europa und Rumänien überhaupt. Seit Dutzenden von Jahren steht es jedoch, genau so wie viele andere Gebäude im einst so beliebten Kurort des Banater Berglands, sanierungsbedürftig da. Der Bahnhof in Herkulesbad/Băile Herculane soll demnächst wiederhergestellt und zu einem Touristenmagneten werden.

Die Rumänische Eisenbahngesellschaft (CFR S.A.) hat vor Kurzem die Ausschreibung für die Erstellung der Machbarkeitsstudie zur Modernisierung von 23 rumänischen Bahnhöfen in die Wege geleitet. Auf der Liste von Bahnhöfen aus den Verwaltungskreisen Dâmboviţa, Prahova, Teleorman, Karasch-Severin/Caraş Severin, Hunedoara, Mehedinţi, Harghita, Kronstadt/Braşov, Alba, Marosch/Mureş, Jassy/Iaşi und Suceava, sind unter anderem diejenigen aus Sinaia, Buşteni, Orschowa/Orşova, Fogarasch/Făgăraş, Vatra Dornei, Gura Humora/Gura Humorului sowie jener in Herkulesbad wiederzufinden.

All diese Bahnstationen sollen infolge der Modernisierung bessere Bedingungen für Fahrgäste sichern. Laut Angaben der Eisenbahngesellschaft sollen durch diese Investition die Bahnhofsgebäude, Wartesäle sowie die Gehsteige repariert und an moderne Standards angepasst werden; dabei sollen die Konstruktionen mit Klimaanlagen sowie mit modernisierten Telekommunikationssystemen versehen werden. Auch die Stromleitungen sowie die Heiz- und Sanitäranlagen sollen ersetzt werden. Die Bereitstellung von Sicherheitsmerkmalen in Bahnhöfen, der Bau spezieller Rampen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Sicherheitszäune zwischen den Bahngleisen in den Bahnhöfen usw. sind ebenfalls auf der Wunschliste der Eisenbahngesellschaft im Hinblick auf die Investitionen wiederzufinden. Dafür stellt die Rumänische Bahn rund 6,84 Millionen Lei ohne Mehrwertsteuer bereit. Die gesamten Kosten werden von CFR S.A. getragen. Die Ausschreibungen werden von den Regionalleitungen der CFR in Bukarest, Kronstadt, Jassy und Temeswar/Timişoara organisiert. 

Das historische Gebäude in Herkulesbad wurde zwischen den Jahren 1878 und 1886 im Barockstil als Spiegelbild des Jagdschlosses der Kaiserin Maria Theresia aus der Nähe von Wien errichtet. Der Bahnhof wurde für das Drei-Königs-Treffen gebaut, als Hommage an den großen Eisenbahnfreund Kaiser Franz Joseph I. Beim „Drei-Königs-Treffen“ 1896 anlässlich der Einweihung des Schiffskanals durch die Stromschnellen der Donau beim Eisernen Tor und im Kasan-Pass, stiegen hier Kaiser Franz Joseph I. von Österreich-Ungarn, König Karl I. von Rumänien und König Alexandar I. von Serbien ab, um im örtlichen Herkulesbader Casino den Vertrag über die friedliche Nutzung der Donau zu unterzeichnen. Bereits 1852, zum Abschluss der ersten Bauetappe der „kaiserlichen Bäder“, soll Franz Joseph I. über Herkulesbad erklärt haben: „... nun gibt es in diesem Tale der Czerna den schönsten Kurort unseres Kontinents.“ 
Das Investitionsprojekt von CFR S.A. sieht eigentlich die Modernisierung von insgesamt 47 rumänischen Bahnhöfen vor. Dies ist nun die erste Etappe des Projekts. Demnächst sollen Ausschreibungen auch für die Sanierung der Bahnstationen in Sathmar/Satu Mare, Neustadt/Baia Mare, Jibou, Dej, Beclean, Valea lui Mihai, Großkarol/ Carei, Salonta, Târgu Jiu, Alexandria, Caracal, Filiaşi, Roşiori Nord, Piatra Olt, Mangalia, Neptun, Costineşti Tabără, Ciulniţa, Râmnicu Sărat, Adjud, Comăneşti, Făurei, Tecuci und Mărăşeşti organisiert werden. 
 

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