Auf eigenen Wunsch zu Gesprächen in Brüssel

Traian Băsescu trifft hohe EU-Amtsträger

Präsident Băsescu und EU-Kommissionspräsident Barroso in Brüssel
Foto: presidency.ro

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Präsident Traian Băsescu ist gestern zu einem Besuch nach Brüssel abgereist, wobei er auf eigenen Wunsch hohe EU-Amtsträger treffen sollte: Den Vorsitzenden des Europäischen Rats, Herman van Rompuy, den Vorsitzenden der Europäischen Kommission, Jose Manuel Barroso, und die Justizkommissarin Viviane Reding.

Vor seiner Abreise hielt Băsescu Donnerstagabend im Schloss Cotroceni aus diesem Anlass seine erste Pressekonferenz nach seinem neuerlichen Amtsantritt. Er wolle die europäischen Gesprächspartner darüber informieren, dass die Institutionen des rumänischen Staates dem „riesigen Druck seitens der Parlamentsmehrheit standgehalten haben“, sagte Băsescu.

Durch diese Ereignisse sei eine „Vertrauenskrise“ entstanden, das sei „ein großer Verlust“ für Rumänien. Die Politiker rief Traian Băsescu auf, in europäischen Angelegenheiten einheitlich vorzugehen, ansonsten seien die Risiken zu groß und dies müssten die Bürger bezahlen. Man müsste klar zeigen, dass Rumänien zur EU gehört.

Auf die Frage, ob er jetzt als Präsident zurückhaltender sein und sich ändern werde, meinte Băsescu, dass es mit 61 Jahren zu spät sei, um sich noch zu ändern. Auf eine weitere Frage, die sich auf eine dritte mögliche Amtsenthebung bezog, antwortete B²sescu lachend: „Wir werden auch das überstehen.“

cffviseu

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Bemerkungen :

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    Helmut 17.09.2012 Beim 14:22
    Frau Anneliese muß man für diese klaren Worte wirklich danken.Die Vertrauenskrise gegenüber dem rumänischen Staat hat nicht das Volk und nicht die Regierung ausgelöst.Es war das Verhalten von Herrn Basesu,es waren die falschen Informationen von Frau Marcovei und das gespielte,hysterische Geschrei der PDL.Das dann uninformierte EU-Politiker aus falscher,politischer Parteisolidarität dieses Spielchen mitspielten ist ja das wirklich traurige an dieser Situation.Heute kann man aber bereits feststellen,daß ein großer Teil der EU-Abgeordneten dieses Basescu-Theater durchschaut haben und bereits eine andere Position beziehen.Die Regierung Rumäniens wird durch ihre Tätigkeit beweisen,wer die waren Schuldigen an dieser Krise gewesen sind.Dafür ist ihr auch viel Erfolg zu wünschen.Am Ende siegt immer die Wahrheit.
  • user
    Anneliese 16.09.2012 Beim 19:08
    Im Interesse einer guten Berichterstattung schlage ich ihnen vor, sich in der Angelegenheit Präsident Basescu ein Bild in Rumänien vor Ort zu machen. Die Rumänen, und zwar quer durch alle Schichten, sind entsetzt darüber, was sich dieser Präsident alles im Laufe seiner bisherigen Amtszeit erlaubt hat und wie er sich und seine Familie bereichert hat. Beispiele: Verkauf der gesamten rumänischen Flotte , der Goldminen (an die USA-daher der Druck der Amerikaner nach dem Referendum), eine Basescu-Tochter macht als Notarin alle Verträge für den Staat , die andere wurde ins EU-Parlament geschickt. Unverständlicherweise stärken die EU-Kommissäre Basescu den Rücken, obwohl er agiert wie ein Despot. Wo bleibt die Demokratie?