Börse gibt uneinheitliches Bild ab inmitten der Berichtssaison

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Bild: Wikimedia Commons

Der Aktienmarkt verhielt sich in der vergangenen Woche unschlüssig. Während der Hauptindex BET und sein Schatten, der BETPlus, leichte Verluste hinnehmen mussten, schafften es die übrigen Indizes, die Handelswoche im Plus abzuschließen. Der Reihe nach: Der Hauptindex BET verlor auf Wochensicht 0,026 Prozent und konnte somit die 10.000-Punkte-Marke locker halten. Der BETPlus verlor 0,036 Prozent. Der ROTX legte nur 0,014 Prozent zu, der Energiewerte-Index BET-NG schaffte schon 0,054 Prozent und der Finanzwerte-Index folgte dem schon etwas länger anhaltenden Aufwärtstrend und setzte sich mit plus 0,086 Prozent die Krone auf.

Banken führen beim Umsatz

Im Vergleich zur Vorwoche legte der Umsatz 10 Prozent zu auf insgesamt 115,67 Millionen Lei (24,18 Millionen Euro). Das entspricht einem Tagesdurchschnitt von 23,14 Millionen Lei oder 4,83 Millionen Euro. Den höchsten Umsatz erreichte erneut die Banca Transilvania (TLV, 2,565 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) mit einem Anteil von 16,9 Prozent. BRD (BRD, 16,38 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) zog mit einem Anteil von 13,5 Prozent nach. Der Fonds Proprietatea (FP, 1,37 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) war Dritter im Bunde mit einem Anteil von 10,3 Prozent vom Gesamtumsatz. Beide Bankaktien legten auf Wochensicht zu (plus 0,2 Prozent für TLV-Aktien, plus 1,74 Prozent für BRD-Papiere), FP-Papiere verloren 0,72 Prozent.

Die Marktkapitalisierung ging bis Freitag, als die Kurse heftiger korrigiert wurden – um 1,1 Prozent –, nur leicht zurück. Auf Wochensicht ging der Wert aller gehandelten Aktien um 1,15 Prozent auf 182,82 Milliarden Lei (oder 38,07 Milliarden Euro) zurück. 28 Emittenten feierten in der vergangenen Woche Kurszuwächse, während 30 Emittenten Verluste verbuchten. Zu den größten Gewinnern der Woche gehörte der Pharma-Hersteller Biofarm (BIO, 0,384 Lei, ISIN ROBIOFACNOR9) mit einem Wochengewinn von 7,26 Prozent, sowie SIF Tranislvania (SIF3, 0,455 Lei, ISIN ROSIFCACNOR8) mit einem Plus von 2,02 Prozent. Der Elektromotorenhersteller Electromagnetica (ELMA, 0,155 Lei, ISIN ROELMAACNOR2) verlor auf Wochensicht 4,3 Prozent, der Aktienmakler SSIF BRK Financial Group (BRK, 0,09 Lei, ISIN ROBRKOACNOR0) 3,02 Prozent und die Erste Group Bank AG (EBS, 165,4 Lei, ISIN AT0000652011) 2,59 Prozent. Im Vergleich zu ihrer jeweils letzten Transaktion verloren Farmaceutica Remedia (RMAH, 0,5 Lei, ISIN RORMAHACNOR2) mit 10 Prozent und Electrocontact (ECT, 0,0235 Lei, ISIN ROELBOACNOR6) mit 12,9 Prozent besonders viel.

Der Erdgasversorger Transgaz (TGN, 325 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) hat ein schwaches Jahr hinter sich gebracht. Die Betriebserlöse sind um 2,5 Prozent auf 1,58 Milliarden Lei zurückgegangen, der Gewinn ist um 30 Prozent auf etwa 350 Millionen Lei geschrumpft. Die Anleger reagierten zunächst verschnupft auf die Nachricht und drückten den Aktienpreis vorerst um 4 Prozent. Auf Wochensicht jedoch fing sich die Aktie wieder und schloss die Handelswoche mit einem Plus von 1,88 Prozent.

SIF-Gesellschaften haben seit vergangener Woche noch einen Grund zum Wachsen: Die Werft Șantierul Naval Orșova (SNO, 3,9 Lei, ISIN ROSAUVACNOR4) hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von 27 Prozent auf 66,7 Millionen Lei und einem Gewinnzuwachs von 12,4 Prozent auf 3,2 Millionen Lei abgeschlossen. Dennoch schienen Anleger ziemlich enttäuscht gewesen zu sein, die Aktien gingen auf Wochensicht um 8,88 Prozent zurück. SIF Transilvania, SIF Oltenia und SIF Muntenia halten gemeinsam 91,2 Prozent an diesem Unternehmen.

Devisen

Der Druck auf dem Leu hielt weiter an, die rumänische Währung musste sich sowohl dem Euro als auch dem US-Dollar beugen. Gerade die US-amerikanische Leitwährung konnte sich gegen den Leu durchsetzen. Dieser verlor auf Wochensicht 1,05 Prozent und startete gestern bei teuren 4,4462 Lei in die neue Handelswoche. Die europäische Einheitswährung war da zurückhaltender, gegenüber dem Euro verlor der Leu 0,7 Prozent. Genug, um eine neue psychologische Marke zu überschreiten: Der Euro startete gestern bei seltenen 4,8026 Lei in die neue Handelswoche.


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