Börse verlangsamt Aufwärtstrend, Bankaktien legen zu – und ein Emittent verlässt das Parkett

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Nach dem Sprint der Vorwoche verlangsamte die rumänische Börse das Wachstum in der ersten Septemberwoche. Statt 1,5 Prozent gab es in der vergangenen Woche nur ein Durchschnittsplus von 1,09 Prozent, allerdings mit einem Hauptindex, der mit 1,6 Prozent den Durchschnitt weit übertraf. Zeitweilig lag der Hauptindex sogar wieder über 9000 Punkten, schloss aber die Woche knapp darunter bei 8993,8 Punkten. Der BETPlus zog mit einem Plus von 1,5 Prozent nach, der Stand am vergangenen Freitag: 1346,04 Punkte. Der in Zusammenarbeit mit der Wiener Börse berechnete ROTX glänzte mit einem Gewinn von 1,9 Prozent und schloss die Woche bei einem Stand von 18.540,97 Punkten. Der Energiewerte-Index BET-NG enttäuschte ein wenig – vor allem im Vergleich zur Vorwoche (plus 2,5 Prozent) – mit seinem Wochenplus von nur 0,9 Prozent. Immerhin scheint die 700-Punkte-Marke wieder in greifbare Nähe gerückt zu sein, am vergangenen Freitag lag der BET-NG bei 687,77 Punkten. Der Finanzwerte-Index BET-FI hingegen machte der rumänischen Börse einen Strich durch die Rechnung und schloss die Handelswoche mit einem Verlust von 0,48 Prozent, was ihn wieder in Nähe der 42.000-Punkte-Marke drückte (Stand am Freitag: 42.032,61 Punkte).

Umsatz zieht weiter an

Der Handel nahm in der vergangenen Handelswoche richtig Fahrt auf und überschritt die 200-Millionen-Lei-Marke. Insgesamt wurden 243,45 Millionen Lei mit Aktien umgesetzt (plus 27 Prozent zur Vorwoche), 87,3 Millionen Lei entfielen dabei auf den Handel mit Banca-Transilvania- Aktien (TLV, 2,3 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1), die zum zweiten Mal in Folge zulegten – diesmal mit 3,4 Prozent mehr als doppelt so viel wie in der Woche zuvor. Knapp zehn Prozent des Gesamtumsatzes erzielten die Aktien des Erdgaserzeugers Romgaz (SNG, 29,1 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3), gefolgt von jenen des Mineralölkonzerns OMV Petrom (SNP, 0,369 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) die mit einem Wochenplus von 6,8 Prozent die Rangliste der Gewinner dieser Woche anführten.

Einheimische Bankaktien legen zu

Während die einheimischen Bankaktien in der vergangenen Woche zulegten – nebst TLV-Papieren konnte sich auch die Banca Română de Dezvoltare (BRD, 12,14 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) über 4,7 Prozent und sogar die Patria Bank (PBK, 0,0894 Lei, ISIN ROBACRACNOR6) über 5,4 Prozent Plus freuen – verlor die Erste Bank Group (EBS, 98,04 Lei, ISIN AT0000652011) erneut 3,4 Prozent. Ein weiterer Emittent aus der Finanzbranche, der aber dem BET-FI-Index zugrundeliegt, der Fondul Proprietatea (FP, 1,235 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5), hingegen verlor auf Wochensicht 0,4 Prozent. Der Verlust könnte sich noch ausweiten, da der Fonds im ersten Halbjahr 2020 einen Verlust von 848,6 Millionen Lei gemeldet hat. Den Wochenverlust des BET-FI untermauerten auch alle SIF-Investmentgesellschaften – bis auf SIF Moldova (SIF2, 1,34 Lei, ISIN ROSIFBACNOR0) – die ebenfalls Verluste hinnehmen mussten. Besagte Investmentgesellschaft schaffte jedoch ein Wochenplus von 1,5 Prozent.

Börse verliert einen Emittenten

Die rumänische Börse ist seit gestern um einen Emittenten ärmer. Der Rohrehersteller Artrom aus Slatina (ART, 6 Lei, ISIN ROARTFACNOR1), Teil des Konzerns TMK Europe, der dem russischen Milliardär Dmitri Pumpjanski gehört, wurde gestern von der Börse genommen. Der Mehrheitseigentümer hält 98,8 Prozent am rumänischen Rohrehersteller und beschloss bereits im Februar dieses Jahres, das Unternehmen von der Börse zu nehmen. Im ersten Halbjahr 2020 musste das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 19 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode hinnehmen, von 675,4 auf 548,2 Millionen Lei. Der Reingewinn von knapp 15,7 Millionen drehte in diesem Jahr in ein Minus von 35,77 Millionen Lei um.

Devisen

Nach einer etwas stärkeren Woche ließ der rumänische Leu in der ersten Septemberwoche wieder etwas nach. Sowohl Euro als auch US-Dollar konnten sich gegen den Leu behaupten und legten leicht zu. Vor allem der Euro setzte sich gegen den Leu mit plus 0,22 Prozent ungewohnt stark durch. Damit kletterte die europäische Gemeinschaftswährung nahe an die 4,85-Lei-Grenze heran. Gestern startete der Euro bei einem Stand von 4,8492 Lei in die neue Handelswoche. Der US-amerikanische Dollar legte ebenfalls deutlich zu, und zwar 0,6 Prozent. Die nordamerikanische Leitwährung verpasste somit nur knapp die 4,1-Lei-Schwelle, der Stand zu Beginn dieser Handelswoche lag bei 4,0915 Lei.


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