Bukarester Börse weiterhin im Abwärtstrend, Anleger enttäuscht über Transelectrica

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Foto: Wikimedia Commons

Die rumänische Börse führte den Abwärtstrend der Vorwoche fort, sämtliche Indizes schlossen in der vergangenen Woche im Minus. Im Vergleich zur Vorwoche legte der Wertverlust sogar etwas zu. Der Durchschnitt betrug diesmal 1,27 Prozent (minus 1,1 Prozent in der Vorwoche). Am härtesten traf es den Finanzwerte-Index BET-FI, der auf Wochensicht 1,55 Prozent verlor und somit unter die 46.000-Punkte-Marke rutschte. Auch der Hauptindex BET verlor seine Stelle jenseits der 10.500-Punkte-Marke und schloss die Woche mit einem Verlust von 1,4 Prozent. Ähnlich erging es dem Energiewerte-Index BET-NG, der nach einem Minus von 1,38 Prozent wieder auf die 750-Punkte-Marke zielt. Am besten schnitt der zusammen mit der Wiener Börse berechnete ROTX-Index: 165,14 Punkte Rückstand zur Vorwoche entsprechen einem Kursrückgang von 0,75 Prozent.

Auch die Umsätze waren im Vergleich zur Vorwoche rückläufig. Im Durchschnitt wurden jeden Tag 42,5 Millionen Lei (8,72 Millionen Euro) mit Aktien umgesetzt, das macht einen Gesamtumsatz in Höhe von 212,7 Millionen Lei (43,6 Millionen Euro). Knapp 13,6 Prozent davon entfielen auf Aktien der Banca Transilvania (TLV, 2,22 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1), deren Aktienwert auch in zweiter Woche konsekutiv rückläufig sind (minus 3,05 Prozent). Seit Jahresbeginn notiert die Aktie mit einem Abschlag von 1,33 Prozent, steht aber derzeit 15 Prozent vom 52-Wochen-Hoch entfernt. Zweite in der Umsatzrangliste war die Konkurrenz, Banca Româna de Dezvoltare (BRD, 14,36 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2). Diese Aktien waren für 12,74 Prozent des Wochenumsatzes verantwortlich. Sie legten auf Wochensicht fast 2,6 Prozent zu, zum Jahresbeginn aber beträgt die Differenz noch 3,36 Prozent. Diese Aktie braucht noch 13 Prozent bis zu ihrem 52-Wochen-Hoch. 12,22 Prozent des Wochenumsatzes mit Aktien wurde schließlich mit den Papieren des Mineralölkonzerns OMV Petrom (SNP, 0,3765 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) generiert. Dessen Aktien gingen um 2,2 Prozent zurück, der Konzern hatte in der Vorwoche seine vorläufigen Jahresergebnisse veröffentlicht.

Nun waren der Stromversorger Transelectrica (TEL, 27,8 Lei, ISIN ROTSELACNOR9) und der Kunststoffverarbeiter Teraplast (TRP, 0,538 Lei, ISIN ROTRPLACNOR7) an der Reihe. Ersterer konnte im vergangenen Jahr den Reingewinn um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 114 Millionen Lei steigern, die Umsätze gingen um 1,2 Prozent zurück. Die Anleger zeigten sich enttäuscht, die Aktie rutschte in der vergangenen Woche um 5,12 Prozent nach unten. Allerdings notiert sie weiterhin hoch, bis zum 52-Wochen-Hoch sind es noch 5 Prozent. Teraplast hingegen hat den Gewinn im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr auf 78,6 Millionen Lei verdoppelt. Die Umsätze legten um 158 Prozent auf 397 Millionen Lei zu. Die Anleger belohnten die TRP-Aktie mit einem Kursplus von 1,5 Prozent auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 0,538 Lei je Aktie.

In der kommenden Börsenwoche, der letzten Februar-Handelswoche, werden die restlichen 13 der 17 im Hauptindex BET abgebildeten Emittenten ihre vorläufigen Jahresergebnisse veröffentlichen. Es kann also mit reichlicher Kursvolatilität gerechnet werden. Die größten Gewinner der vergangenen Börsenwoche waren die Brauerei Bermas (BRM, 2,4 Lei, ISIN ROBEMAACNOR3) mit einem Plus von 11 Prozent und einem neuen 52-Wochen-Hoch, das Bauunternehmen Societatea de Construcții Napoca (NAPO, 6,15 Lei, ISIN RONAPOACNOR0) mit plus 13 Prozent und der Aktienmakler SSIF BRK Financial Group (BRK, Lei, ISIN ROBRKOACNOR0) mit einem Wochenplus von fast 33 Prozent. Die höchsten Verluste erlitten in der vergangenen Woche der Maschinenbauer COMELF (CMF, 1,72 Lei, ISIN ROCMBFACNOR6) – minus 9,47 Prozent – und zwei Elektromotorenhersteller: AAGES (AAG, 2,92 Lei, ISIN ROAAGEACNOR7) mit einem Rückgang von 10,4 Prozent und Grupul Industrial Electrocontact (ECT, 0,0240 Lei, ISIN ROELBOACNOR6) mit minus 11,11 Prozent.

Devisen

Die europäische Gemeinschaftswährung verteuerte sich weiter leicht im Verhältnis zum rumänischen Leu. Was einer Seitwärtsbewegung ähnelt, ist, auf Wochensicht, einer Verteuerung um 0,0004 Lei auf einen Montagsstand von 4,8747 Lei gleichzustellen. Der Euro legte in der vergangenen Woche 0,0082 Prozent zu, der Kurs veränderte sich erst an der vierten Stelle hinter dem Komma. Der US-Dollar hingegen zeigte Schwäche, auch gegenüber dem rumänischen Leu. Auf Wochensicht verlor die nordamerikanische Währung 0,0108 Lei, das entspricht schon sehr sichtbaren 0,27 Prozent. Am gestrigen Montag startete der US-Dollar bei einem Stand von 4,0151 Lei in die letzte Handelswoche des Februars.


Die hier dargestellten Angaben und Mitteilungen sind ausschließlich zur Information bestimmt. Sie stellen keine Rechts- oder Anlageberatung dar. Keine der hier enthaltenen Informationen begründet in keinem Land und gegenüber keiner Person eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Der Autor haftet nicht für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von der Benutzung der hier dargestellten Mitteilungen entstehen können. Alle Werte entstammen der letzten vor Redaktionsschluss abgeschlossenen Handelssitzung.

 

cffviseu