Cathedral Plaza-Abriss sorgt für neuen Eklat

Schlagabtausch Rathaus - katholisches Bistum

Bukarest (ADZ) - Der gerichtlich angeordnete Abriss des illegal neben der hauptstädtischen St.-Josephs-Kathedrale errichteten Bürohochhauses Cathedral Plaza sorgt nach Sorin Oprescu nun auch für einen Schlagabtausch mit dessen Amtsnachfolgerin Gabriela Firea Pandele (PSD).

Die Oberbürgermeisterin hatte letzte Tage ein mögliches Referendum hierzu ins Gespräch gebracht – die Bukarester sollten am besten per Referendum entscheiden können, ob sie „Millionen für diesen Abriss“ ausgeben wollten, sagte Firea wörtlich, ohne darauf zu verweisen, dass die Einwohner damit de facto über die Umsetzung eines rechtskräftiges Urteils abstimmen würden. Nach einer entsprechenden Reaktion des römisch-katholischen Erzbistums von Bukarest, in der auf das seit Dezember 2012 bestehende rechtskräftige Urteil betreffend den Abriss des illegalen Hochbaus und auch auf die engen Beziehungen zwischen Firea und Daiana Voicu, der Managerin des für das Cathedral Plaza-Projekt zuständigen Bauunternehmens, verwiesen wurde, forderte die Oberbürgermeisterin nun am Mittwoch das Erzbistum zur Freistellung seines Pressesprechers, Pater Francisc Doboş, auf – und zwar wegen „unangemessener Stellungnahmen“. Das Erzbistum konterte umgehend und ersuchte Firea klarzustellen, ob Voicu ihre Trauzeugin war oder nicht, und fügte seiner Pressemitteilung ein demonstratives Foto von Fireas zweiter Eheschließung bei.

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Bemerkungen :

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    Francois 19.05.2017 Beim 10:04
    Noch ist Rumänien nicht verloren: Gerichte bringen illegale Bauten zu Fall, die Katholische Kirche kampfeslustig! Statt illegalem Referendum sollte die Oberbürgermeisterin das Geld bei den Herren eintreiben, die das Projekt genehmigt hatten.
  • user
    Michael 19.05.2017 Beim 07:41
    Wie beteiligt ist und war "Madame" Gabriela Firea im Falle des Bürohochhauses "Cathedral Plaza"? Die Frau stellt sich auf der Titelseite eines Modemagazins besser dar, als ein OB in der Landeshauptstadt von Rumänien
  • user
    Schorsch 19.05.2017 Beim 07:01
    Das kath. Erzbistum Bukarest zeigt sich wunderbar kampfeslustig! Wird auch Zeit, dass sie hier deutlicher gegenhalten! Der Frau Oberbürgermeisterin sollte mal jemand etwas über das Verursacherprinzip erklären: nicht die Bukarester Bevölkerung hat für diesen Abriss zu zahlen, sondern die persönlich sind haftbar zu machen, die diesen Monsterbau gegen alle rechtlichen Vorgaben genehmigt haben - in der Stadtverwaltung wie politisch (Oberbürgermeister und Stadträte). Von den dazu unweigerlich geflossenen Bestechungsgeldern zur Genehmigung dieses von Anfang illegalen Baus lassen sich die Abbruchkosten sicher locker decken...