Corona-Kliniken: „Die letzte Verteidigungsfront ist erreicht“

Gesundheitsminister und Chefärzte schlagen Alarm

Symbolbild: pixabay.com

Bukarest (ADZ) – Gesundheitsminister Vlad Voiculescu (USR-PLUS) und die Manager der großen Bukarester Krankenhäuser haben letzte Tage auf einer präzedenzlosen gemeinsamen Pressekonferenz Alarm in puncto dramatischer Lage der Corona-Hospitäler im Allgemeinen und jener der Hauptstadt im Besonderen geschlagen. Die Lage sei gravierend, täglich gebe es erschütternde neue Negativrekorde, sollte die Zahl der Neuinfektionen weiterhin steigen, so werde den behandelnden Ärzten vielerorts im Land die Entscheidung, welche Covid-19-Patienten sie behandeln und welche sie infolge der restlos belegten Intensivstationen sterben lassen, diesmal nicht erspart bleiben, warnte Bogdan Oprița, Chefarzt der Bukarester SMURD-Notaufnahme. Oprița fügte hinzu, dass die Einsätze des Rettungsdienstes in sowie rund um die Hauptstadt im Vergleich zur zweiten Corona-Welle um mindestens 30 Prozent gestiegen sind und appellierte eindringlich an alle Einwohner, die nötigen Schutzvorkehrungen zu ergreifen und die geltenden Corona-Maßnahmen einzuhalten, um die Krankenhäuser einigermaßen zu entlasten.

Gesundheitsminister Voiculescu kündigte seinerseits eine abermalige Aufstockung der Intensivtherapiebetten an, einschließlich durch die Einbeziehung von Bukarester Krankenhäusern, die das Gesundheitsministerium bislang bei der Behandlung von Covid-19-Patienten ausgeklammert hatte – nämlich das Institut für Onkologie, das ebenfalls auf Krebstherapie spezialisierte Klinikum Fundeni, die Hospitäler Colțea, Gerota u. a. 

Der Interims-Manager des Onkologie-Instituts, Bogdan Tănase, hob gegenüber der Presse hervor, dass durch die Einbeziehung der auf Krebsbehandlung spezialisierten Krankenhäuser de facto die „letzte Verteidigungsfront“ des Gesundheitssystems erreicht worden ist.

 

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