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Der politische Coup: Băsescu schluckt die UNPR

Fusion unter dem Namen Partei der Volksbewegung

Traian Băsescu (Bildmitte) als Vorsitzender der Partei der Volksbewegung gibt auf einer Pressekonferenz die Fusion mit der UNPR bekannt. Neben ihm im Bild die beiden vorgesehenen Exekutivvorsitzenden Valeriu Steriu und Eugen Tomac.
Foto: Agerpres

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Parteivorsitzenden Traian Băsescu und Valeriu Steriu haben die Fusion der Parteien PMP und UNPR beschlossen, und zwar unter dem Namen Partei der Volksbewegung (PMP). Einige Formalitäten stehen für nächsten Mittwoch noch an: Die Parteitage der zwei Formationen und der Fusionsparteitag. Es wird einen einzigen Vorsitzenden geben, Traian Băsescu, während UNPR-Chef Valeriu Steriu Exekutivvorsitzender wird, an der Seite des bisherigen Exekutivvorsitzenden Eugen Tomac. Die UNPR bekommt noch zwei Posten als erste Stellvertreter.

Was weder die PNL noch die PSD geschafft haben, ist Traian Băsescu gelungen: Sich das Erbe von Gabriel Oprea anzueignen. Es störe ihn nicht, dass ein Teil der UNPR-Parlamentarier zur PSD übergetreten sei, sagte Băsescu. Es seien immer noch genug, deren Option nicht die PSD ist. Auch moralische Probleme gebe es keine, denn Gabriel Oprea käme ja nicht in die neue Partei. Und Valeriu Steriu spricht nicht mehr vom „nationalen Interesse“, dem die Partei dienen solle, sondern vom „nationalen Kapital“. Den Schachzug hatte Traian Băsescu nötig, weil seine Partei der Volksbewegung bei den Kommunalwahlen nur ein paar Prozent geschafft hatte und er etwas unternehmen musste, um bei den anstehenden Parlamentswahlen die Eintrittschwelle ins Parlament (5 Prozent) zu erreichen.

cffviseu

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Bemerkungen :

  • user
    Peter 15.07.2016 Beim 16:05
    Der hat doch moldauische Staatsbürgerschaft beantragt??? Kommt denn keiner auf die Idee den rauszuschmeißen? Da hilft nur noch die Zwangs-Ausbürgerung, anderes wird man so einen nicht los.
  • user
    Tourist 14.07.2016 Beim 23:46
    alles ist besser als ein stabiles zwei-Parteien-System, auf das Rumänien langsam zusteuert (warum versteht keiner). Eine Demokratie kann nur demokratisch sein, wenn der Wähler auch wirklich Wahlmöglichkeiten hat und sich nicht nur zwischen Pest und Cholera entscheiden kann (wie in den USA oder Großbritannien). Ich versteh auch nicht, wieso die nationaltsaranestische Partei verschwunden ist, die müsste doch viele ländliche Wähler ansprechen.
  • user
    Klaus 14.07.2016 Beim 14:56
    Eigentlich sollte ein ehemaliger Präsident so gestellt sein das er sich aus der politik raus hält.
    DAs wäre eine ordentliche sache.-- Ja aber hier ist nun mal alles anders und da kommt eben auch der "alterspräsident" wieder in die mühlen der politik.--einige läßt es nimmer los.Beste güsse von freund Vladimir P.
    Ahoi captain Traian
  • user
    Kritiker 14.07.2016 Beim 11:46
    @Giftschlange/Helmut - so spricht der Fuchs dem die Trauben zu hoch hängen! Hätte die UNPR mit der PSD kooperiert, dann wäre das aus Ihrer Sicht als großartig gelobt worden.
    Kritik beiseite - auch ich finde diese Vereinigung merkwürdig
  • user
    giftschlange 14.07.2016 Beim 09:09
    Versuch einige ausrangierter PolitikerInnen wieder ins Gerede zu kommen.Sinnloses unterfangen.
Kanton Aargau