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Die Migration im Donauraum

Temeswar – Die Ausstellung „Migration im Donauraum“, die über die Kolonisation der Donauschwaben im 18. Jahrhundert Auskunft gibt, wird am Donnerstag, dem 7. März, um 18 Uhr in der Theresien-Bastei in Temeswar/Timişoara eröffnet. Es ist die vierte Ortschaft, die die Expo des Donauschwäbischen Zentralmuseums aus Ulm beherbergt, nach Ulm in Deutschland sowie Sathmar/Satu Mare und Arad in Rumänien. In Temeswar wird die rumänische Fassung der Ausstellung vorgestellt.

Vor mehr als 300 Jahren zogen die ersten Siedler aus den südwestlichen Regionen Deutschlands mit den sogenannten Ulmer Schachteln die Donau hinunter. Sie wurden von den Habsburger Kaisern Maria Theresia und Joseph II. sowie von privaten Grundherren  angesiedelt. Über 400.000 Kolonisten kamen im 18. Jahrhundert ins Banat, nach Sathmar, in die Batschka und in andere Regionen an der Donau. Originalexponate zur Auswanderungsgeschichte mit zahlreichen Leihgaben aus deutschen, rumänischen, ungarischen und serbischen Museen werden in der Theresien-Bastei ausgestellt. Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsproduktion des Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm und der Partnermuseen aus Temeswar, Arad, Sathmar, Reschitza, Fünfkirchen/Pécs und Novi Sad. Zu den Exponaten gehört beispielsweise ein Kindersarg einer Aussiedlerfamilie, was auf die hohe Sterblichkeitsrate im Kindesalter bei den Kolonisten verweist. Das Projekt „Migration im Donauraum“ hat einen Gesamtwert von 200.000 Euro und wird von der EU gefördert. Zur Ausstellung, die in der Temeswarer Bastei eröffnet wird, erscheint auch der Katalog in rumänischer Sprache „Migraţia în spaţiul dunărean“, der vor Ort erworben werden kann.

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