DSTT: Online-Vorstellungen im Juni

Aus: Das Mädchen im Goldfischglas Foto: DSTT

Das Deutsche Staatstheater Temeswar setzt die Reihe der Online-Vorstellungen für seine Theaterliebhaber bis zur Wiedereröffnung des Theatersaals fort. Für diesen Monat sind noch drei Vorstellungen geplant, nachdem eine bereits am 1. Juni stattgefunden hat.

Am 10. Juni können sich die Theaterbegeisterten in der Zeitspanne 18 – 24 Uhr mit „Elektra” entspannen.

„Elektra”, unter der Spielleitung von Bocsárdi László, ist eine Bearbeitung der klassischen Tragödie von Euripides mit Auszügen aus Aischylos’ „Agamemnon“. Der Tonlaut, einzelne Auszüge sowie auch die Hauptthemen der klassischen Tragödie – Rachsucht, Pflichtbewusstsein, Leidenschaft – blieben erhalten. Die Inszenierung beleuchtet Elektras obsessive Entschlossenheit, den Tod ihres Vaters zu rächen.

Spielleitung: Bocsárdi László (a.G.) • Bühnenbild: Bartha Jószef (a.G.) • Kostüme: Kiss Zsuzsanna (a.G.) • Dramaturgie: Benedek Zsolt (a.G.)

Mit: Isa Berger, Harald Weisz, Konstantin Keidel, Ida Jarcsek-Gaza, Radu Vulpe.

 

Die nächste Vorstellung – „Im Schatten des Vergessens“ – von Simona Vintilă geschrieben und unter ihrer Spielleitung wird am 17. Juni zwischen 18 – 24 Uhr gesendet.

Im Schatten des Vergessens ist ein Stück über schmerzhafte Enthüllungen, Liebe und Leiden, Krankheit und Niedergang, Zugehörigkeit und Entwurzelung, Verlangen und Hilflosigkeit und die Auswirkungen einer unbarmherzigen Krankheit, die Alzheimer-Krankheit im Leben einer modernen Familie. Der Text verbindet die Lebensgeschichte des oft dienstlich verreisten Ehemannes, der im Ausland studierenden Tochter und der einsamen Mutter, die Hauptfigur, die vom Alltagsstress und der Arbeit der modernen Gesellschaft überwältigt wird. In den Leerräumen dieser Beziehung, wo die personifizierte Krankheit auftritt, deren Schicksal es ist, das Drama der zerbrochenen Familie zu enthüllen, wird die zeitgenössische Stellung dieser Glasmenagerie geprägt. Der autobiografische Charakter verleiht dem Stück einen aufrichtigen, eindeutigen Hinweis auf die Verwüstungen, die die Alzheimer-Krankheit bei den Betroffenen und ihren Mitmenschen verursacht.

Inszenierung: Simona Vintilă • Regieassistenz: Harald Weisz • Bühne: Ioana Popescu • Originalmusik: Ilie Stepan • Video-Design: Cristian Ienciu

Mit: Simona Vintilă, Franz Kattesch, Isa Berger, Rareș Hontzu, Radu
Brănici, Dana Borteanu, Aurel Dragalina (a.G).

Gegen Ende des Monats, am 24. Juni, ebenfalls zwischen 18 - 24 Uhr, wird das Deutsche Staatstheater Temeswar auf Anfrage des Publikums nach dem bedeutenden Erfolg unter den Zuschauern erneut die Vorstellung Radu Afrims – „Das Mädchen im Goldfischglas“ senden, eine Vorstellung nach dem Text des kanadischen Dramaturgen Morris Panych.

Stürmische Zeiten: Im Kanada der 60er Jahre lebt die zehnjährige Iris mit ihren Eltern und der wenig geliebten Untermieterin Miss Rose in einem Haus in Strandnähe. Sie belehrt mit Vorliebe die Erwachsenen um sie herum, besucht eine katholische Schule - erklärt sich aber zur Buddhistin - und vergöttert ihren Goldfisch, bis dieser gerade an dem Tag verschwindet, als ihre Mutter beschließt, ihre Familie zu verlassen, was bloß durch einen Zufall verhindert wird. Kurz darauf bringt Iris einen Gestrandeten heim, der ihrem Fisch derart verblüffend ähnlich ist, dass sie an eine Spontan-Reinkarnation glaubt. Wird es ihm gelingen, die Familie wieder zusammenzuführen?

Inszenierung: Radu Afrim (a.G.) • Bühne und Kostüme: Dragoş Buhagiar (a.G.) • Dramaturgie: Valerie Seufert

Mit: Silvia Török, Alex Halka, Olga Török, Horia Săvescu, Rareş Hontzu, Konstantin Keidel, Iosif Csorba.

Alle Vorstellungen werden auf der Facebook-Seite des Theater als kostenloses Streaming mit rumänischer Übersetzung gesendet.