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Energieunternehmen Hidroelectrica in Insolvenz

Änderung der Sonderverträge als möglicher Grund

Die Eisernen Tore an der Donau
Foto: Țetcu Mircea Rareș / Wikimedia Commons

Bukarest (ADZ) - Das Energieunternehmen Hidroelectrica SA, der größte Energieproduzent Rumäniens sowie das größte staatliche Unternehmen, hat Ende vergangener Woche beim Bukarester Gerichtshof einen Insolvenzantrag eingereicht. Der erste Gerichtstermin ist für heute, den 20. Juni, angesetzt.

In der am Montag veröffentlichten Pressemitteilung gibt das Unternehmen als Insolvenzgründe einen Umsatzrückgang von zehn Prozent im vorigen Jahr aufgrund der Dürreperiode Ende 2011, Verluste wegen der Abwertung des Leu, einen Rückgang des Geldflusses um 27 Prozent im laufenden Jahr sowie gestiegene Schulden an. Ein möglicher Grund, weswegen die als überraschend geltende Maßnahme getroffen wurde, könnte in der Neuauswertung der direkt abgeschlossenen Sonderverträge zwischen Hidroelectrica und einigen Unternehmen – den sogenannten „cleveren Jungs“ („băieţii deştepţi“) – liegen. Über diese Verträge, welche rund 50 Prozent der Energielieferungen von Hidroelectrica ausmachen, beziehen verschiedene Betriebe Strom unter dem Marktpreis. 

Die Neuaushandlung dieser größtenteils zwischen 2001 und 2003 abgeschlossenen Verträge hat bereits Ende vergangenen Jahres der Internationale Währungsfonds (IWF) verlangt. Die Europäische Kommission hat im April bekanntgegeben, dass fünf Verfahren eingeleitet wurden, um festzustellen, ob Hidroelectrica EU-Normen bezüglich Staatshilfen verletzt.

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