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Entschließung der Sozialdemokraten: PSD erklärt „Parallel-Staat“ den Krieg

Staatschef angeblich „Komplize“ besagter obskurer Mächte

Bukarest (ADZ) - In einer jüngst vom Exekutivkomitee der PSD einstimmig verabschiedeten Entschließung haben die regierenden Sozialdemokraten dem von ihnen vielzitierten „Parallel-Staat“ den Krieg erklärt und Demonstrationen gegen besagte obskure Macht angekündigt.

PSD-Chef Liviu Dragnea und Generalsekretär Marian Neacşu stellten den Medien die von der Parteileitung verabschiedete Entschließung vor, in der von der Existenz eines „Parallel-Staates“ die Rede ist, der es darauf abgesehen habe, „den legitimen Machthabern die Kontrolle zu entreißen“. Unter dem „Deckmantel der Korruptionsbekämpfung“ sei dieser „Parallel-Staat“ bemüht, Amtsträger, die „Gesetzesinitiativen anstreben, durch die das Gleichgewicht zwischen den Staatsgewalten wiederhergestellt werden soll, zu beseitigen“, hieß es im Dokument. Da Präsident Klaus Johannis dem Tun dieser obskuren Mächte tatenlos zusehe, sei er zu deren „Komplizen“ geworden und verstoße gegen die Verfassung. Trotzdem richte sich die Entschließung der PSD nicht gegen den Staatschef, stellte der seit letzter Woche durch ein drittes strafrechtliches Ermittlungsverfahren schwer unter Druck geratene Parteichef klar.

Gegen den „Parallel-Staat“ will die PSD nun ihre Anhänger auf die Barrikaden rufen. Geplant sind nach Angaben der Parteileitung etliche „Demos“ – allerdings keine in Bukarest, sondern hauptsächlich „auf Lokalebene“ bzw. in den Hochburgen der PSD.

Fragen der Reporter nach Details betreffend den kolportierten „Parallel-Staat“ wich Dragnea beharrlich aus und reagierte irritiert, als ein Journalist wissen wollte, ob die von der PSD-Leitung verabschiedete Entschließung etwa in Verbindung mit dem dritten, gegen ihn wegen Amtsmissbrauchs und Fördermittelbetrugs eingeleiteten Strafverfahren stehe.

cffviseu

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Bemerkungen :

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    Walter 21.11.2017 Beim 21:47
    Hey, ich lese gerade, dass heute das offizielle Vermögen von Dragnea und anderen beschlagnahmt wurde ... da muß der Arme wohl an sein Schwarzgeld ran, wenn er dem Parallelstaat ans Leder will!
  • user
    Peter 21.11.2017 Beim 17:52
    Diese Partei leidet an Realitätsverlust gepaart mit einer ausgeprägten, antisozialen Persönlichkeitsstörung.
  • user
    Robert 21.11.2017 Beim 14:33
    So geht es, wenn sich der Bock zum Gärtner macht, dann "kümmert sich" Dragnea um die Korruptionsbekämpfung. Mal sehen, wie viele an den Demos teilnehmen. Wenn Dragnea schätzt so wie Trump bei seiner Amtseinführung, dass wird kein Rumäne zuhause bleiben.
  • user
    Kritiker 21.11.2017 Beim 10:58
    Rumänen verjagt diese Saubande - weil sonst macht ihr euch mitschuldig an diesem Dilemma!
  • user
    Jens 21.11.2017 Beim 10:20
    Nur mal angenommen es gäbe diesen Paralellstaat, ist nicht das allein schon ein Grund abzutreten. Dann hätte es ja auch diese Regierung zugelassen, dass dieser entsteht. All die gut bezahlten Geheimdienste konnten nichts dagegen machen. Erst nach einem Jahr an der Macht fällt ihnen ein das sie ihn bekämpfen müssen...
  • user
    Manfred 21.11.2017 Beim 10:00
    Soll man Mitleid mit dem kranken Dragnea haben?Hören die Ja-Sager eigentlich zu,wenn Dragnea diesen Müll von sich gibt ?Wenn er behaupten würde,das Soros außerirdische Söldner bezahlt,um die PSD zu bekämpfen,würde das Exekutivkomitee auch zu deren Exekution aufrufen.Die Dummheit ist deren größter Feind,kein Anderer !
  • user
    Walter 21.11.2017 Beim 08:26
    Wenn der Wahnsinn um sich greift, hat er Methode! Wäre diese Bande nicht an der Regierung, wäre das witzig! Aber so ... werfen sie Rumänien in der Entwicklung zurück!
Kanton Aargau