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Es bleibt beim Simultanunterricht

Antwort der Bildungsministerin auf die Anfrage von MdP Ganţ

Hermannstadt (ADZ) – Nachdem der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganţ bei Bildungsministerin Ecaterina Andronescu dagegen protestiert hatte, dass im Einschulungsplan des Kreisschulinspektorates Kronstadt/Braşov für das kommende Schuljahr in Reps/Rupea für Klassen in deutscher Muttersprache Simultanunterricht vorgeschlagen wurde und er die Tätigkeitsgenehmigung gefordert hatte für Klassen in jedem Jahrgang, selbst ohne die gesetzlich vorgesehene Mindestanzahl an Schülern, so wie das auch bei anderen nationalen Minderheiten der Fall ist (vgl. ADZ vom 28. Februar d.J.), traf nun die schriftliche Antwort der Ministerin ein. In ihr wird die Ansicht des Kreisschulinspektorates bestätigt, das sich für den Simultanunterricht ausgesprochen hatte.

In dem von Ecaterina Andronescu unterzeichneten Schreiben wird mitgeteilt, dass es zu den Aufgaben des Schulinspektorates gehört, den Einschulungsplan auszuarbeiten, was nach Analyse und unter Bezugnahme auf das Spezifikum des Verwaltungskreises getan werde, wobei „das Interesse des Schülers und die Korrelation zwischen Berufseingliederung und Angebot am Arbeitsmarkt“ prioritär seien. Nach diesen Kriterien werde die Einschulungsziffer für den theoretischen Unterricht bzw. des technischen und berufsausbildenden eingeschätzt. Aufgrund dieser Befugnisse habe der Verwaltungsrat des Kreisschulinspektorates Kronstadt am 13. Februar 2019 den Entwurf des Einschulungsplanes für das Schuljahr 2019/2020 diskutiert und betreffend die deutsche Abteilung der Allgemeinschule Reps das Zusammenlegen der Klassen 2 (7 Schüler) und 3 (11 Schüler) sowie der Klassen 6 (8 Schüler) und 7 (11 Schüler) genehmigt. Die Allgemeinschule Reps hatte für jede Klasse einen Klassenzug beantragt. Als Motivation für dieses Zusammenlegen wird erwähnt, dass im Gymnasium nur die Fächer Deutsche Sprache und Literatur, Geschichte der Minderheit und Religion in deutscher Sprache unterrichtet werden, alle anderen müssen wegen Mangel an Fachlehrern in rumänischer Sprache gelernt werden. Auch habe man die Ergebnisse bei der Eignungsprüfung der letzten Jahre in Betracht gezogen, die unter dem Durchschnitt der im Verwaltungskreis erzielten Ergebnisse liegen.

„Die Antwort enthält nur Blabla,“ erklärte der DFDR-Abgeordnete Ganţ. „Der Simultanunterricht wird dazu führen, dass die Eltern vermutlich die Kinder nicht mehr in die deutsche Abteilung einschreiben werden. Als ein Argument wird der Mangel an deutschsprachigen Fachlehrern angeführt. Was hat das Bildungsministerium in den letzten 30 Jahren getan, um die Ausbildung der Lehrkräfte in deutscher Sprache zu fördern? Die Realität ist eine andere: Weil die Regierung dem Bildungssystem zu wenig Geld zur Verfügung stellt, zwingt man die Schulinspektorate, zu sparen. Leider besteht die Tendenz, bei Minderheitenklassen zu sparen, obwohl es Lyzeen gibt, wo die Bestehensquote beim Abitur bei 10 – 20 Prozent liegt. Ich werde das Thema des deutschsprachigen Unterrichts in der gemischten rumänisch-deutschen Regierungskommission ansprechen.“

cffviseu

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