Festival kreist online um Tonsprache von György Ligeti

Klausenburg - Musikwissenschaftlerin Dr. Bianca Țiplea Temeș, Ex-Referentin des künstlerischen Betriebsbüros der Staatsphilharmonie „Transilvania“ Klausenburg/Cluj-Napoca, hat 2016 die Erstauflage des von ihr selbst begründeten internationalen Festivals „A Tribute to György Ligeti in His Native Transylvania“ (Eine Hommage an György Ligeti in seiner Geburtsheimat Siebenbürgen) gestaltet und steht auch der dritten Auflage desselben Festivals, die Mittwoch, am 28. Oktober, beginnt, als künstlerische Leiterin voran. Für die organisatorische Qualität der fünf Tage dauernden Begegnung zwischen Musikwissenschaftlern, Interpreten, Zuhörenden und Literatur aus den Werkstätten von György Ligeti (1923-2006) und weiteren Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts zeichnet das Team des fünf Jahre alten Vereins Transylvania Art and Science verantwortlich. Wegen der Covid-Pandemie findet die aktuelle Festivalauflage hinter geschlossenen Publikumstüren statt. Zuhören und Zuschauen ist dennoch in Direktübertragung auf der Homepage www.ligetifestival.ro kostenlos möglich. Die Teilnehmerhonorare und weiteren Spesen für Logistik und Verwaltung stammen aus den Kassen des Rathauses Klausenburg, der Verwaltungsstelle für den Nationalen Kulturfonds (AFCN) und des Finanzdienstleistungsunternehmens Western Union, das die dritte Auflage des Festivals „A Tribute to György Ligeti in His Native Transylvania“ als Hauptsponsor begleitet.

Dr. Wolfgang Marx, Professor am University College Dublin, gibt am ersten Festivaltag um 18 Uhr einen musikwissenschaftlichen Meisterkurs der Überschrift „Tears in Heaven: The Music of Grief“ (Tränen im himmlischen Paradies: Die Musik der Bekümmernis). Donnerstag, am 29. Oktober, führt Alexandru [tefan Murariu, Dozent an der Gheorghe-Dima-Musikakademie Klausenburg (AMGD) und Alumnus der Kompositionsklasse von Dr. Adrian Pop, um 19 Uhr das siebenköpfige Instrumentalensemble „Couleurs“, den von Mihaela Cesa-Goje geleiteten Chor „Jubilate“, Sopranistin Gabriela Chiorean und Organistin Amalia Goje als Dirigent durch sechs Eigenkompositionen für wechselnde Besetzung von Flöte, Violine, Viola, Violoncello, Harfe, Klavier und Schlagzeug als Begleitinstrumente. Alexandru Ștefan Murarius Auftragswerk „In Paradisum, Chorus Angelorum“ für Instrumentalensemble und Chor gelangt eigens an diesem Abend zur Uraufführung.

Freitag, am 30. Oktober, sowie Samstag, am 31. Oktober, halten Dr. Bianca Țiplea Temeș und ihre Berufsfachkolleginnen und -Kollegen Elena Maria [orban (Klausenburg), Wolfgang Marx, Benjamin Ley (USA), Amy Bauer (USA), Hermann Danuser (Berlin), László Vikárius (Budapest), Olgu]a Lupu (Bukarest), Beata Boleslawska (Warschau), Pavel Pu{ca{ (Klausenburg), Ioana Badiu-Avram (Klausenburg) und Zoltán Farkas (Budapest) von jeweils 11 Uhr bis 14 Uhr eine musikwissenschaftliche Konferenz ab. Samstagabend inszenieren Irina Anghel, C²lin Torsan und Alexandru Claudiu Maxim frei nach dem Motto „Crossing the Styx; Whispers from the Underworld“ (Flüstern aus der Welt des Jenseits) einen interdisziplinären Aufführungsabend der Avant-Goth-Stilrichtung für Singstimme, elektronische Musik, Blasinstrumente und Filmprojektor.

Unter der Leitung von Gastdirigent Gottfried Rabl (Wien) bestreiten Sopranistin Ibolya Vigh (Klausenburg) und das in der Stadt bekannte sowie um Freunde erweiterte Instrumentalensemble „Ad-HOC“ am Sonntagabend, dem 1. November, um 19 Uhr das Festival-Abschlusskonzert. Igor Stravinskys „Geschichte vom Soldaten“ und die von Elgar Howarth für Kammerensemble und Sopran bearbeiteten „Mysteries of the Macabre“ von György Ligeti stehen am Anfang und Ende eines Konzertprogramms, auf dem die Komposition „Black Angels. Thirteen Images from the Dark Land“ für Streichquartett von George Crumb, das audiovisuelle „Here and Now: Inferno“ von Adrian Borza und das Stück „Dead Elvis“ für Ensemble und Fagott von Michael Daugherty vorgemerkt sind.

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