Fotografien von Péter Korniss im Bánffy-Palast

Péter Korniss bezeichnet sich selbst als involvierten Fotoreporter, der sich stets mit den Menschen, die er fotografiert, intensiv beschäftigt. Dafür stehen exemplarisch auch seine zwei bedeutendsten fotografischen Langzeitprojekte: die Siebenbürgen-Reihe (1967-2008) und die Reportage über ungarische „Gastarbeiter“ (1978-1988). Foto: szinhaz.org

Klausenburg – Péter Korniss wurde 1937 in Klausenburg/Cluj-Napoca geboren und ging mit seiner Familie als Zwölfjähriger nach Budapest. In der ungarischen Hauptstadt entwickelte sich Korniss zu einem der bekanntesten Fotografen des Landes. Die thematische Bandbreite seines Werks erstreckt sich auf unterschiedliche Orte sowie Formen des menschlichen Miteinanders: Ballett, Volkstanz, die Dörfer Mittelost-europas, Tanzhäuser, Kneipen, Arbeiterwohnheime in der Großstadt und religiöse Rituale.

Im Rahmen der 10. Ungarischen Tage von Klausenburg wurde im Bánffy-Palast die Ausstellung „Changes“ eröffnet, die Fotografien von Péter Korniss aus fünf Dekaden zeigt, ausgewählt und zusammengestellt von Krisztina Jerger. Eröffnet wurde die Ausstellung vom Klausenburger Komponisten György Selmeczi, der Korniss als einen der wenigen Meister bezeichnete, der die Zeit, in der wir leben, wirklich versteht.

„In meinem Fall waren diese externen Faktoren immer die Menschen. Die Leute, die mir vertrauten und vor meiner Kamera standen. Glauben Sie mir, wenn jemand vor der Kamera steht, öffnet sich diese Person und ich bin allen dankbar, die das getan haben“, erklärte Péter Kor-niss den Gästen der Vernissage.

Die Ausstellung ist noch bis zum 12. September, jeweils von Mittwoch bis Sonntag, zwischen 10 Uhr und 17 Uhr geöffnet.