Fünfstelliger Spendenbeitrag für palliative Kinderpflegestation

Altenheim und Hospiz des Dr. Carl-Wolff-Vereins benötigen fortwährende Hilfe

Sunhild Galter, Ortrun Rhein, Harald Friedrich, Hans Erich Tischler, Astrid Friedrich und Heinke Schüller (v.l.) im hell ausgestatteten Familienraum des Kinderhospizes Foto: Klaus Philippi

Ortrun Rhein leitet seit 1999 das Alten- und Pflegeheim des Dr.-Carl-Wolff-Vereines, dem seit 2016 auch ein Kinderhospiz angehört. Zur Unterstützung desselben konnte sie am 21. Januar einen Spendenscheck im Wert von 10.000 Lei entgegennehmen – aus den Händen von Harald Friedrich, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS). In der Gemeinschaftsküche des Kinderhospizes, wo norma-lerweise leidgeprüfte, verantwortungsbewusste Mütter für ihre unheilbar kranken Kinder kochen, kam zu diesem Anlass eine informelle Gesprächsrunde zusammen – bestehend aus Hans Erich Tischler, Konsul der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt und Ehrenvorsitzender des DWS-Vorstandes, Dr. Sunhild Galter, Germanistin und Dozentin an der Lucian-Blaga-Universität Hermannstadt (ULBS), DWS-Vertreterin Heinke Schüller und Harald Friedrichs Ehegattin Astrid Friedrich.

Auf Außenstehende wirkt die Schwere der Krankheitsbilder, die den Alltag im Kinderhospiz bestimmen, bisweilen erschütternd. Es ist eines von fünf Häusern in Rumänien, die ihren Bewohnern bestmögliche Behandlung und Begleitung bieten. „Wir nehmen Kinder auf, die in Deutschland oder Österreich auf einer wunderschön eingerichteten Kinder-Intensivstation untergebracht würden“, so Ortrun Rhein. Geräte für Beatmung und Absaugen von Auswurf zählen hier zur Grundausstattung. Nur ein einziges Kind kann derzeit hindernisfrei über den Mund Nahrung aufnehmen. Die Mehrheit der kleinen Patienten wird ausschließlich künstlich ernährt. Für die Pflege und medizinische Betreuung eines Patienten reichen pro Tag 250 Lei aus, wie die Homepage www.carlwolff.ro informiert – über die auch einfach und unkompliziert Spenden getätigt werden können.

Oftmals entstammen die ins Kinderhospiz aufgenommenen Patienten Großfamilien, die nicht nur in materieller Armut leben, sondern auch kaum Zugang zu Bildung und allgemeiner Gesundheitsvorsorge haben. Hilfsbedürftigen dieser Sozialsparte Gleichgültigkeit vorzuwerfen, verstellt den Blick auf die klaffenden Wunden bei staatlichen Sozialbehörden und Krankenhäusern. Ortrun Rhein weiß zu berichten, dass auch mittellose Mütter aufrichtige Anteilnahme seitens Behandelnder zu schätzen wissen. Wovon Rumänien sich selbst noch nicht heilen konnte, ist das Zustecken von Briefumschlägen an Ärzte und Krankenhauspersonal. Eine kulturell tief eingegrabene Gewohnheit, auf die wiederum merkwürdigerweise oftmals verzichtet wird, sobald Kinder unheilbar krank werden und fortan Dauerpflege benötigen (nähere Ausführungen hierzu siehe im Beitrag „Hier lebt eine Gemeinschaft, die eine Meinung hat!“ in der ADZ von Dienstag, dem 24. Dezember 2019).

Noch vor Weihnachten vergangenen Jahres wurde eine SMS-Spendenaktion des Dr.-Carl-Wolff-Vereins ins Leben gerufen (die ADZ berichtete): Mittels einer Kurznachricht des Wortlautes „COPIL“ an die Nummer 8833 wird dem Kinderhospiz in Hermannstadt eine einmalige Spende im Wert von zwei Euro überwiesen. Die Einladung zur Beteiligung an der SMS-Spendenaktion gilt bis Mitte März. Sollte sich eine erfreulich positive Reaktion darauf einstellen, wird das befristete Angebot um weitere drei Monate verlängert. Am Montag, dem 20. Januar, waren bereits 1011 Kurznachrichten an die 8833 gesendet worden. Vereinsleiterin Ortrun Rhein wünscht sich, dass die SMS-Anzahl bis Mitte März bei eben dieser Zahl, 8833, anlangt.

cffviseu

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