Funkenfest in Erdeed trotz Pandemie gefeiert

Nachdem das Kreuz angezündet worden war, wurde in drei Sprachen gebetet. Foto: privat

Erdeed – Vergangenen Samstag wurde nach altem Brauch, vor dem Beginn der Fastenzeit, zum 20. Mal das Funkenfest in Erdeed/Ardud veranstaltet. Die Jugendlichen sammelten bereits am Vormittag Zweige für das Feuer. „Wir hatten nicht viel zu tun, denn es gab schon viele Zweige. Die Menschen wussten, dass an diesem Tag Funkenfest gefeiert wird und brachten vorher Äste und Zweige. Wir flochten das Kreuz, suchten Stöcke und machten Feuer“, erzählt Günther Ludescher, einer der Veranstalter, wie das Funkenfest heuer vorbereitet wurde. Um 18 Uhr wurde das Feuer angezündet und um 19 Uhr das Kreuz. Danach begann das Scheibenwerfen. Trotz der Pandemie beteiligten sich ziemlich viele Leute, sogar aus den benachbarten Dörfern und aus Sathmar kamen Besucher. Die Gastgeber, Mitglieder des Deutschen Forums in Erdeed, bedienten die Gäste mit Faschingskrapfen und Glühwein. Heuer hielten eher die Organisatoren die Holzscheiben ins Feuer und schleuderten sie danach nach altem Brauch in die Luft. „In diesem Jahr flogen die Scheiben ganz gut. Wahrscheinlich haben wir das Brett, gegen das wir die Scheiben schlugen, gut aufgestellt“, meint Günther Ludescher. Unter den Besuchern waren auch Ovidiu Duma, Bürgermeister der Kleinstadt sowie Ratsmitglieder, Vertreter des DFD aus Sathmar und Mitglieder der Gute-Laune-Tanzgruppe aus Sathmar. Nachdem das Kreuz angezündet worden war, beteten die Anwesenden mit Laszlo Harsanyi, dem Pfarrer der römisch-katholischen Gemeinde in drei Sprachen – Deutsch, Rumänisch und Ungarisch –das Vater Unser und der Kirchenchor sang religiöse Lieder. „Wir wollten die Tradition nicht unterbrechen, auch wenn es heuer keine Möglichkeit gab, nach dem Scheibenschlagen den Faschingsball im Kulturhaus zu veranstalten“, sagt Günther Ludescher.

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