Ganz leichte Erholung am rumänischen Aktienmarkt, der nun mehr internationale Präsenz zeigt

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Foto: Wikimedia Commons

Die Sommerpause scheint an der Bukarester Wertpapierbörse die Oberhand gewonnen zu haben. Der Umsatz, der in der vergangenen Woche mit Aktien erzielt wurde, lag noch einmal um 18 Prozent unter dem der Vorwoche. Nur 16,12 Millionen Lei wurden in der vergangenen Woche pro Tag umgesetzt, 80,6 Millionen Lei waren es insgesamt. Knapp 15 Prozent davon entfielen auf die Banca Transilvania (TLV, 2,15 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1), deren Aktien auf Wochensicht 2,4 Prozent zulegten. Etwas mehr als 12 Prozent des Wochenumsatzes gingen auf das Konto des Handels mit Aktien des Erdgaserzeugers Romgaz (SNG, 30,3 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3), die auf Wochensicht 5,3 Prozent an Wert verloren. Die Aktien des Fondul Proprietatea (FP, 1,26 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) brachten es auf einen Wochenumsatz von 10,9 Millionen Lei, was 11,2 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht; 46,2 Prozent des Umsatzes wurde mit anderen Instrumenten erzielt.

Indizes entspannen sich leicht

Die Indizes schlossen fast durchgängig im grünen Bereich, wobei das Comeback der Börse nach zwei verlustreichen Wochen sehr bescheiden ausfiel. Der Markt legte im Durchschnitt nur 0,4 Prozent zu, der Hauptindex lag mit seinem Plus von 0,74 Prozent deutlich darüber, dicht gefolgt vom BETPlus-Index, der 0,76 Prozent zulegte. An erster Stelle, weit abgeschlagen, lag der Finanzwerte-Index BET-FI, der auf Wochensicht 0,95 Prozent zulegte und bei einem Stand von 42.916,8 Punkten nur knapp die 43.000-Punkte-Marke verfehlte. Der ROTX-Index schloss die Woche ebenfalls mit einem Plus, allerdings lag dieses nur bei 0,6 Prozent. Einen Strich durch die Rechnung machte der Energiewerte-Index BET-NG, der auf Wochensicht 1,08 Prozent verlor und somit den Durchschnitt kräftig drückte.

Gewinner und Verlierer der Woche

Die Marktkapitalisierung legte auf Wochensicht 1,1 Prozent zu und stieg auf 140,4 Milliarden Lei, was 29,02 Milliarden Euro entspricht. 30 Emittenten haben in der vergangenen Woche Kursgewinne erzielt, ihnen standen 22 Emittenten gegenüber, die im Laufe der Handelswoche Kursverluste erlitten. Zu den größten Verlierern der Woche gehört der Messgerätehersteller Electromagnetica (ELMA, 0,131 Lei, ISIN ROELMAACNOR2), dessen Aktien 5,7 Prozent an Wert verloren. Der Umsatz-Vizemeister der Woche war auch der zweitgrößte Verlierer der Woche: Romgaz-Aktien verloren auf Wochensicht 5,3 Prozent an Wert. Ob dies schon die kurzfristigen Auswirkungen der jüngsten Aktionärsbeschlüsse sind, wird sich noch zeigen müssen. Aktionäre hatten auf der Vollversammlung im Juni den Entwicklungsplan der Unternehmensführung bis 2025 verabschiedet. 15,7 Milliarden Lei will das Unternehmen demnach investieren, dafür werden Kredite aufgenommen werden müssen. Das wiederum wird die Bilanzen belasten. Zu den größten Gewinnern der Woche zählt erneut die Erste Bank Group (EBS, 105,4 Lei, ISIN AT0000652011), deren Aktien auf Wochensicht um knapp 5 Prozent zulegten. Die Aktie hat in den vergangenen Wochen immer wieder Achterbahnfahrten durchgemacht. Die Investmentgesellschaft SIF Oltenia (SIF5, 2,2 Lei, ISIN ROSIFEACNOR4) freute sich auf den zweiten Platz dank eines Wochengewinns von 4,3 Prozent.

Rumänische Börse wird internationaler

Die Bukarester Börse ist seit dem 1. Juli international leichter zugänglich. Clearstream, der internationale Zentralverwahrer (ICSD) der Gruppe Deutsche Börse, hat eine direkte Verbindung zum rumänischen Markt geöffnet. Somit haben ausländische Anleger leichter Zugang zum rumänischen Markt. Dies betrifft vor allem die Abwicklung von Staatsanleihen, wird sich aber nach Meinung des Leiters Global Markets bei Clearstream, Jan Willems, positiv auf die Attraktivität des gesamten Marktes auswirken.

Devisen

Für den rumänischen Leu war es eine starke Woche. Die Landeswährung konnte sich wieder einmal gegenüber beiden Leitdevisen durchsetzen. Der Euro verlor auf Wochensicht mit 0,09 Prozent deutlich weniger als der US-Dollar (minus 0,13 Prozent) und auch die Variation ist – wie beim Euro gewohnt – nicht so deutlich wie beim US-Dollar. Am gestrigen Montag startete die europäische Gemeinschaftswährung bei einem Stand von 4,8378 Lei in die neue Handelswoche. Der US-amerikanische Dollar hingegen lag gestern um 0,0056 Lei unter dem Stand vom Vorfreitag, nämlich bei 4,3085 Lei.


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