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Geistliche Musik und inspirierende Fotodokumentation

Stadtpfarrkirche bietet Entspannung vor und nach EU-Gipfeltreffen

Hermannstadt – Geistliches Repertoire zum Fest der Auferstehung und für dieselbe liturgische Jahreszeit geeignete Instrumentalstücke des Barock und klassischer Stilepochen Siebenbürgens mischen sich am Sonntag, dem 5. Mai, um 18 Uhr, in der Sakristei der evangelischen Stadtpfarrkirche Hermannstadt/Sibiu zu einem einstündigen Ereignis, dessen unterschiedlich besetzte Klänge als musikalische Wiedereinweihung des kürzlich renovierten Kirchenteilraums inszeniert werden. Elisa Gunesch (Gesang), Iuliana Cotîrlea (Violine), Erika Klemm (Blockflöte), Brita F. Leutert (Orgel und Virginal) und Jürg Leutert (Kontrabass) führen Werke des römisch-katholischen Kirchenmusikers Heinrich Ignaz Franz von Biber (1644-1704), der ita-lienischen Meister Antonio Vivaldi (1678-1741) und Francesco Barsanti (1690-1775) sowie bekannte Auszüge aus dem Nachlass des siebenbürgischen Kantors Johann Sartorius der Jüngere (1712-1787) und Musikstücke für kleine Besetzung unbekannter transsylvanischer Handschrift auf. Der Eintritt zum beschriebenen Osterkonzert in der neu erstrahlenden Sakristei der Stadtpfarrkirche am Huetplatz/Piaţa Huet ist frei.

In gespannter Erwartung des informellen EU-Gipfeltreffens am Donnerstag, dem 9. Mai, und zeitgleich mit Abwicklung der damit einhergehenden infrastrukturellen Vorbereitungsmaßnahmen großflächiger Ausmaße auf Kleinem und Großem Ring/Pia]a Mic²-Pia]a Mare und dem Huetplatz-Teilstück zwischen evangelischer Stadtpfarrkirche und Brukenthalgymnasium sind die zuständigen Abteilungen des lokalen Rathauses zurzeit bemüht, den geschäftigen Alltagsrhythmus in der Kernzone der Altstadt möglichst stressfrei zu gestalten. Aufgrund der nicht zur Debatte stehenden Priorität der europapolitischen Großveranstaltung wurde der Baubetrieb an der evangelischen Stadtpfarrkirche, deren Innenraum und Fassade aktuell umfassend renoviert wird, eingestellt. Vorübergehend auf das Schulhofgelände des nebenan in der Unterstadt liegenden Kunstgymnasiums umziehen muss gezwungenermaßen auch der wöchentliche und vom evangelischen Stadtpfarramt unterstützte Freitagsmarkt ökologisch verantwortungsvoll hergestellter Nahrungsmittel.

Generell zeichnet sich ab, dass alle übliche Gemütlichkeit der Altstadt, an der Anwohner und Gäste sich gleichermaßen erfreuen, den Sicherheitsauflagen und logistischen Anforderungen des EU-Gipfeltreffens für die Dauer von bis zu vier Wochen zwischen Mitte April und Mitte Mai laufenden Jahres das Feld überlassen muss. Angesichts zu erwartender Einschränkungen zivilen Lebens im zentralen Stadtraum rund um das Stichdatum 9. Mai nimmt sich die Einladung zum eingangs erwähnten Osterkonzert in der Sakristei der evangelischen Stadtpfarrkirche Hermannstadts als willkommene Gelegenheit aus, dem angekündigten Geschäftstreiben international hohen Erfolgsdrucks einen geistigen Ruhepol entgegenzusetzen. Nicht weniger empfehlenswert ist zudem der Besuch der Fotoausstellung „Immer war diese Hoffnung. Ehemalige Russ-landdeportierte erinnern sich/Speranţa moare ultima. Foşti deportaţi în Rusia Sovietică îşi aduc aminte“ mit Bildaufnahmen des freischaffenden Luxemburger Künstlers Marc Schroeder, die Freitag, am 12. April in demselben Raum der Stadtpfarrkirche am Huetplatz eröffnet wurde und dort bis einschließlich Freitag, den 7. Juni, besichtigt werden kann .

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