Geschichte der Bessarabien- und Dobrudschadeutschen im Schillerhaus

Bukarest – Am Donnerstag, dem 13. Februar um 18.30 Uhr wird im Kulturhaus „Friedrich Schiller“ (Strada Bati{tei 15) die spannende Geschichte der Bessarabien- und Dobrudschadeutschen aufgerollt. Nach Russland kamen die ersten deutschen Siedler in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie ließen sich am Nistru und an der Wolga nieder. Die ersten Kolonien entstanden in den Gouvernaten Ukraine, Tschernigorsk und Petersburg. Nach der Annexion von Bessarabien durch Russland wurden auch dorthin neue Siedler eingeladen. In die Dobru-dscha kamen die ersten Deutschen im Sommer 1841 aus den Regionen um Leipzig und Warschau und gründeten Siedlungen in Măcin, Acpunar und Babadag. 1840 hatten sich auch die ersten Deutschen aus Russland und Bessarabien auf die Suche nach neuem Land begeben, nach einiger Irrfahrt und kurzen Aufenthalten in der Moldau sowie in Ploiești, Burdușani und Fetești fanden auch sie in der Dobrudscha eine neue Heimat. Die Dobrudscha gehörte damals zum Osmanischen Reich und war nur dünn bevölkert. Mit ihren 40 Siedlungen beeinflussten die Deutschen die dort vorhandene Zivilisation stark. Doch ihre Anwesenheit am Schwarzen Meer sollte nur 100 Jahre dauern: 1940 wurden sie – ebenso wie die Bessarabiendeutschen - geschlossen „Heim ins Reich“ umgesiedelt.

Vortragen werden die Historiker Prof. Dr. Alin Spânu (Universität Bukarest), Dr. Florian Banu (CNSAS) und Dr. Klaus Fabritius (Vorstandsvorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen im Altreich), Projektkoordinatorin ist Aurora Fabritius. Der Vortrag erfolgt in rumänischer Sprache. Der Eintritt ist frei.

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