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Goldene Ehrennadel für Staatspräsident Johannis

„Es gibt noch vieles zu tun, meine Lieben, und ich bin weiter zum Einsatz bereit“

Der Forumsvorsitzende Dr. Paul-Jürgen Porr durfte dem Staatspräsidenten die Goldene Ehrennadel des DFDR anstecken.

Hermannstadt - Die Ehrennadel in Gold, die höchste Würde, die das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) zu vergeben hat, verlieh die Forumsleitung vergangenen Samstag an Staatspräsidenten Klaus Johannis im Hermannstädter Forumshaus. Dem Anlass wohnten aus allen Landesteilen angereiste Forumsvertreter, die Bürgermeisterin Astrid Fodor, die Vizebürgermeisterin Corina Bokor, die Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean und die Vizevorsitzende Christine Manta-Klemens, die Botschafterin der Republik Österreich in Bukarest Mag. Isabel Rauscher, der Konsul der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt Hans E. Tischler und der Ehrenkonsul der Republik Österreich in Hermannstadt Andreas Huber, Akteure der lokalen und nationalen Politik, so der Vorsitzende der Nationalliberalen Partei Ludovic Orban, Vertreter aus Bildung und Wirtschaft sowie der Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien Reinhart Guib und Altbischof D. Dr. Christoph Klein bei, die das Präsidentenpaar Klaus und Carmen Johannis mit reichem Beifall begrüßten.
Den Festakt eröffnete mit einem kurzen Großwort der DFDR-Vorsitzende Dr. Paul-Jürgen Porr, der die Gäste zum „freudigen und ehrenvollen Anlass“ willkommen hieß und einen Einblick in die Hintergründe der Verleihung bot. „Vor einigen Wochen hat der Vorstand des DFDR einstimmig beschlossen, Seiner Exzellenz Staatspräsident Klaus Johannis die Goldene Ehrennadel zu verleihen, die höchste Auszeichnung, die das DFDR zu vergeben hat. Klaus Johannis hat das Forum während seines elfjährigen Vorsitzes in der Stadt, im Kreis, im Land und auch jenseits der Grenzen sehr sichtbar gemacht. Während der 13 Jahre als Bürgermeister der Stadt hat er den Grundstein für die wirtschaftliche Entwicklung gelegt, die mit dem Titel der Kulturhauptstadt gipfelte. Heute ist Hermannstadt eine weltoffene, europäische Stadt, die wie ein Leuchtturm auch ganz Rumänien in ein positives Licht rückt. Als Staatspräsident hat Klaus Johannis während seines Mandats in schwierigen politischen Situationen im In- und Ausland die europäischen Werte in Rumänien verteidigt und im Rahmen der Verfassung sein Bestes zum Wohle des Landes getan. Dafür gebührt ihm unser aller Dank und Respekt“, so Dr. Porr.
Die Laudatio auf den Staatspräsidenten hielt der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț, der es als Privileg bezeichnete, dies im Auftrag des Landesvorstandes zu tun und die bedeutendsten Meilensteine in dessen Lebenslauf darlegte und schlussfolgerte, dass seiner Ansicht nach „Klaus Johannis jener Präsident geworden ist, der das EU- und NATO-Mitglied Rumänien am besten repräsentiert. Die Prioritäten seiner Politik wie auch sein politisches Handeln sind stets im Einklang mit der rumänischen Verfassung, den Verpflichtungen Rumäniens als EU- und NATO-Mitglied, den Hoffnungen, Wünschen und Interessen der rumänischen Nation“, so Ovidiu Ganț.
Nach der Verleihung der Goldenen Ehrennadel durch Dr. Paul-Jürgen Porr sprach Präsident Klaus Johannis seinen Dank aus und bezeichnete die Verleihung der Ehrennadel als bewegenden Moment. Zu seiner aus der Forumsarbeit herausgewachsenen politischen Tätigkeit und der Frage, wie eine erfolgreiche politische Karriere aus einer kleinen Minderheit heraus überhaupt möglich sei, erklärte der Präsident „dass Politik ernsthaft zu betreiben sei, für den Bürger und nicht für sich selbst, für die Gemeinschaft und nicht für die Partei und dass das, was man verspricht, auch einzulösen ist“. Den Anlass nutzte Klaus Johannis, um allen Forumsaktiven, -Angestellten und -Mitgliedern zu danken, mit denen er im Laufe der Jahre zusammenarbeitete „und einiges, nicht nur für die deutsche Gemeinschaft, sondern auch für Rumänien“ bewegen konnte und als wichtig unterstrich er in diesem Kontext die Brückenfunktion des DFDR zwischen Rumänien und Deutschland und Österreich aber auch den Gemeinschaften innerhalb Rumäniens.
Zur Tagespolitik und ihren Perspektiven äußerte der Staatschef, dass „Rumänien ein paar schwere Jahre hinter sich hat. Es ist leider kein Geheimnis mehr, dass wir eine Regierungsmehrheit haben, deren oberstes Ziel die Unterordnung der Justiz war, die entgegen dem Grundprinzip einer Demokratie agiert hat, dass die Regierenden mit den Regierten räsonieren, und die de facto gegen die Regierten agiert hat durch die wiederholten, konstanten Versuche, sich die Justiz unterzuordnen und Stimmen zu kaufen über eine sehr unvorsichtige Personalpolitik“, so Johannis. Zur anlässlich der Europawahl stattgefundenen, erfolgreichen Volksbefragung äußerte der Präsident, dass „das Ergebnis so klar war, dass heutzutage niemand mehr in Rumänien wagt, das infrage zu stellen und das dazu beigetragen hat, dass sich das politische Verständnis über Nacht geändert hat“. Der Präsident bezog sich jedoch nicht nur auf die jüngst stattgefundenen Wahlen, sondern machte auch auf die bevorstehenden aufmerksam. „Bei allen diesen Wahlen müssen die Leute mitmachen, damit das, was mutwillig zerschlagen wurde, wieder hergerichtet werden kann, damit Rumänien seine Würde zurückbekommt.“
Im Anschluss an den offiziellen Teil des Festaktes hatten die Anwesenden die Gelegenheit, dem Präsidenten zu gratulieren, auf den Anlass anzustoßen und sich weiter auszutauschen.

cffviseu

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Bemerkungen :

  • user
    dan 03.07.2019 Beim 19:44
    Was hat Iohannis konkret für das Forum oder die Deutschen in Rumänien getan?
    Außer dass er seine eigene Karriere immer zuerst gesehen hat, ist aus der Presse nichts zu erfahren.
    Ein weiterer ADZ-Bericht, der gut in die Tradition des Totalitären vor 1990 reinpasst: Hauptsache der Parteichef oder Präsident wird beklatscht, alles ist OK, nur weiter so.
    Dabei stehen Forum, Kirche und die Deutschen in Rumänien vor dem Untergang.
    Und weder Iohannis noch jemand von diesen Organisationen hat nach 1990 das dringend Notwendige getan, um den Untergang der Deutschen in Rumänien, und damit einer für Rumänien und die Rumänen wichtigen Kulturgemeinschaft, zu stoppen.

    Wenn nicht die Deutschen selbst, wer dann soll den Untergang der Deutschen in Rumänien stoppen?

    Die schlechte Angewohntheit, Dienst nach Vorschrift zu machen, sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen während es dem Volk immer schlechter geht.... gehört abgeschafft.
    Genauso wie die Parteizeitungsartikel in der ADZ und anderswo!
    Parteien sind für´s Volk da, nicht umgekehrt.
    Und den Verfall Rumänien aufgrund des Wirkens der Parteien von 1945 bis jetzt kann man überall in Rumänien sehen: Armut, große Kluft zwischen den 5% Reichen und dem Rest. Von fehlenden Autobahnen, Infrastrukturen und Rechtsstaat ganz zu schweigen.
    Doch davon ist in diesem Artikel keine Rede.
    Sondern nur, dass Iohannis so toll ist.
    Seit er Präsident ist, hat er nichts mehr getan, was dem Volk nutzt.
Kanton Aargau