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Hidroelectrica kündigt fünf Sonderverträge auf

Entscheidungen in vier weiteren Fällen stehen demnächst an

Hidroelectrica produziert durchschnittlich rund 17 TWh Strom jährlich, was etwa 30 Prozent der Stromproduktion Rumäniens ausmacht. Im Bild: Der Vidraru-Staudamm
Foto: wikimedia commons

Bukarest (ADZ) - Nach Verhandlungen in der vergangenen Woche hat der staatliche Energieproduzent Hidroelectrica fünf Sonderverträge – über diese bezogen bisher mehrere Unternehmen Strom unter dem Marktpreis – aufgekündigt. Einer der Verträge war mit der Firma Euro PEC abgeschlossen, zwei mit EFT und zwei weitere mit Alpiq. Laut dem Insolvenzverwalter Euro Insol hat Hidroelectrica nur aufgrund der Sonderverträge mit Alpiq RomIndustries und Alpiq RomEnergie seit 2006 850 Millionen Lei verloren.

Nachdem in den Verhandlungen mit der Firma Electromagnetica eine Preiserhöhung von 140,2 Lei pro MWh auf 198,6 Lei pro MWh ausgehandelt wurde, stehen noch Entscheidungen bezüglich der Sonderverträge mit Alro, Energy Holding, Elsid und Electrocarbon aus. Wirtschaftsminister Daniel Chiţoiu hat am Freitag auf einer Pressekonferenz erklärt, dass eine Einigung in den ausbleibenden Fällen unwahrscheinlich sei und die Sonderverträge vermutlich bis Ende des Monats aufgekündigt werden.

Hidroelectrica, das größte staatliche Unternehmen und der größte Stromproduzent Rumäniens, verkauft den Großteil des produzierten Stroms über diese zwischen 2001 und 2003 abgeschlossenen Sonderverträge. Laut Minister Chiţoiu hat Hidroelectrica bisher rund 4,5 Milliarden Lei, beziehungsweise 1,2–1,3 Milliarden Euro, aufgrund dieser Verträge verloren.

cffviseu

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Bemerkungen :

  • user
    Helmut 24.07.2012 Beim 10:50
    Vorab ein Dankeschön an den damals verantworlichen Minister und die Manager,für diese Verluset.Dafür mußten die Strombezieher/Steuerzahler zahlen.Hoffentlich,wird jetzt genauest und raschest geprüft wer für diese Sonderverträge zum Schaden der Bürger verantwortlich war und ob Bestechung vorliegt.Eine rasche Abhandlung dieses Skandales ist ein Prüfstein für die neue Regierung und besonders für die Justiz.Rumäniens Bürger erwarten einen frischen Wind.
Kanton Aargau