ISU-Dokument: Folgen möglichen großen Bebens

Gebäudeeinsturz im Zentrum von Bukarest im Mai 2013 | Archivfoto: Octav Ganea/Mediafax

Bukarest (ADZ) - Über 45.000 Todesopfer und Verletzte sowie rund 350.000 schwerwiegend beschädigte Gebäude würde ein Erdbeben der Stärke 7,4 bis 8,1 auf der Richterskala in Rumänien schätzungsweise fordern. Dies geht aus einem im Jahr 2021 vom Generalinspektorat für Notfallsituationen (ISU) erarbeiteten Dokument hervor, zitiert vom Nachrichtenportal digi24.ro. Am schlimmsten betroffen wäre nicht Bukarest, sondern die Kreise Buzău, Prahova und Galați, wo jeweils fast 40.000 Gebäude beschädigt würden; in Bukarest „nur“ rund 33.000. Das Dokument führt zahlreiche Schwachstellen an, von fehlenden Erstehilfe- und Überlebensvorräten bis zu mangelnden Warn- und Rettungssystemen und -anlagen, Krankenhäusern und Zivilschutzunterkünften. Zu ähnlichen Schlussfolgerungen kam im Januar 2022 auch der Rechnungshof in einem Prüfbericht: Im Falle eines schweren Erdbebens fehle es der Stadt Bukarest an einer „kohärenten Strategie und Vision sowie an Aktionsplänen“.