Johannis, Ponta und Isărescu beraten zu Euro-Vorbereitung

Gründung eines Koordinationskomitees beschlossen

Symbolfoto: freeimages.com

Bukarest (ADZ) - Staatspräsident Klaus Johannis hat sich am Donnerstag mit Premier Victor Ponta, dem Gouverneur der Nationalbank BNR, Mugur Isărescu, und Finanzminister Eugen Teodorovici zum Stand der Vorbereitungen für die geplante Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung hierzulande ausgetauscht.

Da der Schritt noch eine Reihe tiefgreifender Reformen voraussetzt, hatte die Notenbank erst unlängst vor einer allzu kurzfristigen Einführung der Gemeinschaftswährung – etwa im Jahr 2019 – gewarnt und für ein Zieljahr ab 2021 geworben. Die Präsidentschaft verlautete nach dem Treffen in einer Pressemitteilung, dass man sich zum einen über die Notwendigkeit eines politischen sowie nationalen Konsensus hierzu einig gewesen sei.

Zwecks Erarbeitung einer nationalen Strategie betreffend die Euro-Einführung und einer „rigorosen Zeittafel für die zu ergreifenden wirtschaftlichen, währungspolitischen, rechtlichen und institutionellen Maßnahmen“ werde der Staatschef daher als Erstes mit den Parlamentsparteien zu einer neuen Beratungsrunde zusammentreffen.

Zum anderen soll umgehend ein „Komitee zur Koordination der Euro-Einführung“ ins Leben gerufen werden, das „Entwurf, Koordinierung und Umsetzung der einzelnen Etappen des Einführungsprozesses der europäischen Gemeinschaftswährung in Rumänien verfolgen soll“, hieß es weiter in der Pressemitteilung der Präsidentschaft.

cffviseu

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Bemerkungen :

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    Tourist 04.06.2015 Beim 22:58
    Rumänien braucht den Euro nicht, es wäre sogar kontraproduktiv den Leu und damit eine souveräne Geldpolitik aufzugeben. Die letzten Jahre ist Rumänien ja gar nicht schlecht gefahren wirtschaftlich. Wieso sollte man daran jetzt etwas ändern.
  • user
    Sraffa 03.06.2015 Beim 00:24
    @Don Emilio: Was Sie hier vertreten ist sehr nachvollziehbar.
  • user
    Sraffa 02.06.2015 Beim 20:18
    Die Einführung des EURO hat in vielen Ländern Europas - vor allen Dingen in den Ländern des Club Med immer die gleichen Auswirkungen :
    1) Erhöhung der Immobilienpreise.
    2) Verteuerung produzierter Waren
    3) Erhöhung der Löhne und des allgemeinen Preisniveaus ( in EURO )
    4 ) Verschlechterung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit

    Diese Ökonomien und deren Regierungen waren nicht in der Lage die, mit der Einführung des EURO einhergehenden, Verteuerung, im internationalen Maßstab mit der notwendige ERHÖHUNG DER PRODUKTIVITÄT auszugleichen. Auch daher hat Italien,Griechenland, Portugal und Spanien solche Probleme im internationalen Wettbewerb , von der teuren Vetternwirtschaft ganz zu schweigen.
    Behielte Rumänien vorerst noch den RON könnte das Land bequem immer wieder durch Abwertung seine Wettbewerbsfähigkeit aufrecht erhalten. Das aber fällt nach Einführung des EURO weg und der letzte Kreditgeber ist dann noch der Deutsche Steuerzahler !
  • user
    Manfred 02.06.2015 Beim 12:05
    Die Dinge,die Don Emilio anspricht,sind zwar äußerst wichtig...aber Sache der Regierung.Wenn sich Johannis da einmischt,bekommt er die selben Probleme wie Basescu.
    So unbedeutend ist der € für RO schon heute nicht,viele Sachen werden auf €-Basis angeboten.
  • user
    Hanns 02.06.2015 Beim 11:41
    Ich muss hier Konrad voll und ganz zustimmen!
    Leider gibt es Rumänien viel zu viele Leute, die überhaupt keine Ahnung haben wie die Dinge wirklich funktionieren und wer wofür zuständig bzw. verantwortlich ist. Seitens der Regierung wird immer wieder versucht die Dinge in ganz andere Richtungen zu lenken (so etwas nennt man Manipulation!). Dann gibt es noch viele Leute, die den ganzen Schwachsinn der Regierung nachplappern und in diversen Foren verbreiten.
  • user
    Konrad 02.06.2015 Beim 08:29
    Es ist doch immer wieder der Aufmerksamkeit wert, wie der amtierende Praesident unseres Landes und dessen Kompetenzen gesehen werden. Davon abgesehen, dass er erst seit einigen Monaten in dieser Funktion ist, ist die Abstellung der von "Don Emilio" zu Recht genannten Misslichkeiten Aufgabe der Kommunal-, Bezirks- und Regierungspolitiker. Und sicherlich ist er auch nicht fuer den EU - Beitritt unseres Landes verantwortlich, aber da dies nun einmal bedauerlicherweise geschehen ist, muss er wohl die damit einhergehenden Dinge weiterverfolgen; dazu gehoert die Aufnahme in das Schengen-Abkommen sowie die Pruefung, ob und zu welchem Zeitpunkt die Euro-Einfuehrung moeglich und sinnvoll ist.

    "Don Emilio" meint auch, dass sich Johannis nicht ausreichend dem Thema Korruption widmet. Vielleicht denkt er, dass die Korruption besser bekaempft wuerde, wenn ein V.V. Ponta Praesident waere, was man zwischen den Zeilen herauslesen kann. Da klopft sich ja die Mehrheit unserer Landsleute zusammen mit dem Rest Europas wiehernd vor Lachen auf die Schenkel, weil gerade er und seine Gefolgschaft versuchen, die Antikorruptionsbehoerde auszuschalten, die Justiz an die Kette zu legen und die prominenten Korruptionsakteure vor den Folgen ihrer Taten zu schuetzen.

    Gefaehrlich fuer unsere Waelder ist nicht der Holzhaendler Schweighofer, sondern die zahlreichen Holzdiebe, die wahllos Baeume faellen und zu Brennholz verarbeiten. Dieser Bedarf an Brennholz ist nun einmal da, weil die Versorgung mit Erdgas nicht flaechendeckend ist, formierte Kohle und Heizoel auf dem Binnenmarkt nicht verfuegbar sind. Auch das sind Versaeumnisse der Regierungen seit 25 Jahren.

    Dagegen ist die Aufgabe des Praesidenten die Repraesentation unseres Landes im Rest der Welt. Das hat mit "Global Player" nichts zu tun; Rumaenien ist - auch wenn es Ihnen nicht passt, Herr "Don Emilio" - ein wichtiges Land in Europa, und gehoert deswegen international serioes vertreten. Sehen Sie, "Don Emilio", einen Politiker der Gegenwart, der diese Aufgabe besser erfuellen koennte ?
  • user
    Don Emilio 02.06.2015 Beim 00:41
    Rumänien und der Euro.
    Ich habe es schon mal hier in diesem Forum geschrieben: Der Herr Iohannis soll mal nicht dauernd versuchen den "Global Player" zu spielen, er soll sich erstmal um seine Landsleute kümmern. Um die Dörfer die kein Trinkwasser und vernüftige Straßen haben. Um die wahnsinnige Korruption, die ja auch die jungen Politiker ergriffen hat - von wegen junge Generation-, darum, daß die unglaublich reichen (nicht alle) Unternehmer und auch der Staat, ordentliche Löhne zahlen., dann bräuchten nicht zahllose Rumänen im Ausland zu arbeiten, und ihre Frauen und Kinder zurück lassen.
    Der Herr Iohannis soll sich mal fragen, warum Dänen, Polen, Ungarn, Engländer und andere den Euro nicht wollen. Er soll mal nachlesen, warum Island (klar ein winziges Land) nicht in die EU will.
    Weiß er das überhaupt? Und er soll mal darüber nachdenken, daß es den Euro nicht gäbe, wenn die Deutschen gefragt worden wären. Jedenfalls nicht ohne die Möglichkeit, wieder aus dem "Verein" aus zutreten.
    Der Herr Iohannis soll sich mal drum kümmern, daß der Wald (er ist doch deutsch, und der Wald ist für die Deutschen ein Heiligtum, mit Recht) nicht an die schnöden Österreicher verhökert wird. Hat er nicht genug zu tun?
    Der Euro wird dem normalen Rumänen nichts, aber auch garnichts bringen.
    Ich stelle der ADZ frei diesen Kommentar mit vollem Namen, als offenen Brief zu drucken. Sie kennt ja meinen Namen.
    Und der Helmut, er wird ja oft hier beschimpft, liegt garnicht so oft daneben.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Don Emilio
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    Sraffa 02.06.2015 Beim 00:21
    @Norbert : Ich hatte Sie bisher mit Ihren simplen Verständnis nicht vermisst.
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    Norbert 01.06.2015 Beim 18:01
    Rumaenien und der Euro...die die das lesen..koennen vieleicht denken..das entscheiden die Rumaenen..dann zaehlt mal auf welches Land in der Eu da zustimmt. Ach ja Bulgarien ..genau ..die werden zustimmen...Bis jetzt herrscht ueberall die Meinung Rumaenien gehoert gar nicht in die EU..Und jetzt sollen alle 28 Laender zustimmen ..das Rumaenien den Euro bekommt..Bulgarien..und dann waer noch.
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    Thomas 31.05.2015 Beim 15:28
    Britisches Pfund, Tschechische Krone oder Zloty - die Existenz dieser Währungen veranschaulichen, daß Rumänien zur Besserung nicht etwa einer anderen Währung bedarf.
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    Sraffa 31.05.2015 Beim 00:16
    @Helmut : Spanien, Portugal, auch Irland - sind mahnende Beispiele. Griechenland /Zypern noch mal verschärft. Das alles können keine Vorbilder für Rumänien sein ! Helmut , mit Ihrer aktuellen Argumentation liegen Sie richtig .
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    Helmut 30.05.2015 Beim 15:33
    Selbst die Einführung des Euro 2021 wäre ein Himmelfahrtskommando.Rumänien ist ,leider auf allen Gebieten, vielleicht in 25 Jahren reif für den Euro.Zuerst müssen die Löhne und die sozialen Bedingungen aber auch die gesamte Wirtschaft auf EU-Niveau gebracht werden,dann kann man über ein Beitrittsjahr nachdenken.Ein Euro-Beitritt muß der gesamten Bevölkerung etwas bringen,nicht nur den Millionären und Wirtschaftbossen.Wer wird die versteckte Teuerungswelle bei Euro-Einführung verhindern????etc.Ausserdem,darf die Euro-Einführung nur nach einer Volksabstimmung erfolgen.
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    Sraffa 30.05.2015 Beim 01:52
    Ich befürchte daß -mit Ausnahme der BNR- die anderen Entscheider sehr wenig Kenntnis haben über was sie reden.