Jubiläumsfeier: 71. Gründungstag der UNATC

Vor 71 Jahren wurde die Nationaluniversität der Theater- und Filmkunst „Ion Luca Caragiale“ gegründet

Auf dem online frei zugänglichen „Arhiva activă“ können Kurzfilme von Absolventinnen und Absolventen der UNATC, die zwischen 1966 und 1971 entstanden, angesehen werden.

Am 30. Januar 2021 feierte die Nationale Universität für Theater- und Filmkunst (UNATC) „I. L. Caragiale“ Bukarest das 71. Jubiläum ihrer Gründung. Der Tag stimmt mit der Geburt des Dramatikers Ion Luca Caragiale, des Namensgebers und Spiritus Rector der Universität, überein. 

Das Ereignis fand, pandemiebedingt, ausschließlich online statt und begann mit den Eröffnungsansprachen des Rektors, Dr. Liviu Lucaci, und des Vorsitzenden des Senats, Dr. Doru Nițescu. Daraufhin folgte die Verleihung des Titels „Professor Emeritus“ an Florin Mihăilescu, den ehemaligen Rektor der UNATC und Lehrkraft am Studiengang Bild, der eine herausragende Persönlichkeit der rumänischen Filmindustrie darstellt. Zu den zahlreichen Filmproduktionen, für die er eine ausdrucksvolle Bildgestaltung geschaffen hat, zählen u. a. „Secvențe“ (Regie: Alexandru Tatos), „De ce trag clopotele, Mitică?“ (Regie: Lucian Pintilie), „Iacob“, (Regie: Mircea Daneliuc) und „Vulpe-vânător“ (Regie: Stere Gulea).

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde angekündigt, dass das Projekt „Arhiva Activă“ auf Blu-Ray erhältlich sein werde. Das Projekt wurde im Sommer 2020 mit Hilfe eines Fonds für institutionelle Entwicklung gestartet, erstmals beim Transsylvanischen Internationalen Filmfestival (TIFF) vorgestellt und umfasst die Kurzfilme einiger der bekanntesten rumänischen Filmemacher, die an der damaligen IATC (heutige UNATC) studiert haben, darunter Radu Gabrea, Iosif Demian, Timotei Ursu, Vivi Drăgan Vasile, Dan Pița, Mircea Veroiu und Ada Pistiner. 

Die Filme wurden in der Zeitspanne zwischen 1966 und 1971 gedreht und im Rahmen dieses Projektes digitalisiert, visuell und akustisch verbessert und mit Untertiteln dem breiten Publikum zugänglich gemacht. Die Filme, in denen man Kultfiguren wie z. B. Toma Caragiu, Mitică Popescu, Cornel Coman, Ilarion Ciobanu sehen kann, sind auch online unter unatc.ro/devunatc/arhiva-activa abrufbar.

Ebenfalls am Tage der UNATC wurden zwei Reihen von Publikationen (Bücher, wissenschaftliche Aufsätze und Zeitschriften) vorgestellt, die ebenfalls mittels eines Fonds für institutionelle Entwicklung veröffentlicht werden konnten. Ein Teil der Veröffentlichungen beinhaltet die Aufsätze, die sich auf die künstlerische Pädagogik im Bereich Schauspiellehre beziehen. Dies stellt ein wichtiges Anliegen dar, zumal das Wahlfach „Theater“ in den rumänischen Schulen durch das Ministerium für Bildung und Forschung mit dem Schuljahr 2020/2021 eingeführt wurde. Ein weiterer Teil der Veröffentlichungen umfasst mehrere Bücher und die Zeitschrift „Doctoral Horizons. Doctoral Journal for scientific research and artistic creation in the fields of theatre and performing arts, film and media“.

Ein wichtiges Moment der Feierlichkeiten verkörperte die Konferenz über Caragiale als ein unerschöpfliches Kulturbeispiel. Die Teilnehmenden konnten Beiträge bekannter Persönlichkeiten hören: Prof. Dr. Dan Dediu-Sandu, Komponist und Lehrkraft an der Musikuniversität Bukarest, Prof. Dr. Ion Bogdan Lefter von der Philologischen Fakultät der Universität Bukarest und Prof. Dr. Marian Preda, Rektor der Universität Bukarest.

Das Abschlussereignis stellte das Theaterstück „Die kahle Sängerin“ von Eugène Ionesco dar. In der von Prof. Dr. Valeria Sitaru, Lektor Dr. Cristina Dan-Briciu und Assistent Dr. Vlad Logigan geleiteten Vorführung spielten Studenten und Studentinnen des 3. Studienjahrs, Abteilung Schauspielkunst.

Das gesamte Ereignis wurde live auf den Facebook- und YouTube-Seiten von UNATC gestreamt und kann weiterhin unter der Facebook-Seite von UNATC I. L. Caragiale angesehen werden.


Die erste Theaterschule in Bukarest war die „Philharmonische Schule für Musik, Deklamation und Literatur“, die 1834 gegründet wurde. 1954 verschmolz diese mit dem 1950 gegründeten „Institut für kinematographische Kunst und Theater ‚I. L. Caragiale’“ zum „Institut für theatralische Kunst und Kinematographie ‚I.L. Caragiale’“ (IATC), die sich 1990 in die international anerkannte Akademie für Theater und Film transformierte. Daraus wiederum entstand Jahr 1998 die UNATC. Diese feiert jährlich am 30. Januar, dem Geburtstag des Schriftstellers I. L. Caragiale, ihr Jubiläum. 

 

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