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Kontrollen wegen Betrug mit Desinfektionsmitteln

Marktführer im Verdacht, Antiseptika gestreckt zu haben

Hexi Pharma beliefert, laut Medien, als Marktführer 300 bis 350 Krankenhäuser in Rumänien.

Bukarest (ADZ) - Das Gesundheitsministerium hat im Falle der verwässerten Desinfektionsmittel mehrere Kontrollen angekündigt. Erste Resultate sollten am Mittwoch nach ADZ-Redaktionsschluss veröffentlicht werden. Journalisten der Zeitung „Gazeta Sporturilor“ hatten vergangene Woche enthüllt, dass mehrere in Spitälern verwendete Antiseptika der Firma Hexi Pharma, Marktführer in Rumänien bei der Produktion von Desinfektionsmitteln, gestreckt wurden und die Konzentration der aktiven Substanzen bis zu zehnmal geringer als angegeben sein kann. Zusätzlich kam heraus, dass die rumänischen Behörden die Desinfektionsmittel keinen Labortests unterzogen haben. Hexi Pharma hat angekündigt, bis zur Aufklärung des Falles die Produktion anzuhalten.

Am Wochenende hatte das Gesundheitsministerium erste Kontrollen der Antiseptika verordnet. Am Dienstag wurde die Überprüfung der Verträge zwischen dem Onkologieinstitut Bukarest und Hexi Pharma angekündigt. In einer weiteren Untersuchung legte die Plattform „riseproject.ro“ am Mittwoch Dokumente vor, welche aufzeigen, dass der Geschäftsmann Dan Alexandru Condrea, Hauptanteilseigner bei Hexi Pharma, in den Jahren 2008 und 2009 Grundstoffe für Desinfektionsmittel über eine Offshore-Firma in Zypern aus Deutschland eingekauft und zum zehnfachen Preis an Hexi Pharma zu Verarbeitung und Vertrieb in Rumänien weitergegeben hat.

cffviseu

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Bemerkungen :

  • user
    Sraffa 05.05.2016 Beim 15:22
    Es lohnt ein Blick für die Rumänischen Gesetzgeber nach Italien um zu sehen wie mit kriminell erworbenen Vermögen umgegangen werden sollte : Dort hat der Staat gestern aufgrund eines Gesetzes mit einem Schlag von einer einzigen Familie Vermögen im Wert von EUR 80 Mio verstaatlicht, darunter Immobilien, Firmen, Bargeld, Autos etc.. . Vermutlich haben die bisherigen Konfiskationen schon die Milliardengrenze erreicht.
  • user
    Sraffa 05.05.2016 Beim 10:45
    Unglaublich , welche weiteren Abgründe sich hier auftun. Das ist wirklich eine Nachricht welche es nach ganz Europa schaffen wird.
Kanton Aargau