Küstenwache greift immer mehr Bootsflüchtlinge auf

Behörden wollen Grenzschutz verstärken

Bukarest (ADZ) - Die Küstenwache hat am Wochenende im Schwarzen Meer erneut Boote mit mehr als 200 Flüchtlingen ausgemacht. Ein Boot mit knapp hundert Menschen an Bord wurde am Samstagmorgen vor der Ortschaft 2 Mai gesichtet und von der Küstenwache nach Mangalia begleitet. An Bord befanden sich 97 Flüchtlinge aus dem Iran und Irak, darunter 36 Kinder. Die Lokalbehörden ließen in Mangalia Erste-Hilfe-Zelte aufstellen, wo die Menschen zunächst ärztlich versorgt wurden, bevor sie in ein Flüchtlingsaufnahmezentrum gebracht wurden. Davor hatte die Küstenwache in der Nacht von Freitag auf Samstag in internationalen Gewässern einen weiteren Kutter mit 120 Flüchtlingen ausgemacht. Man habe bei den türkischen Kollegen Unterstützung angefordert, die Boote schickten, um die Migranten zu übernehmen, teilte die rumänische Küstenwache anschließend mit. In Temeswar machten Grenzschützer am Sonntagmorgen indes in einem Zug nach Budapest rund 30 Syrer und Iraki aus, die hierzulande Asyl beantragt hatten und nun offenkundig weiter, Richtung Westen, wollten. Erst letzte Tage hatte der Grenzschutz angekündigt, Patrouillen und weitere Überwachungsmaßnahmen hochschrauben zu wollen.

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