Kurskorrektur an der Börse, Finanzwerte-Index entwickelt sich gegen den vorläufigen Trend

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Die rumänische Börse erlebte eine leichte Kurskorrektur von durchschnittlich 0,22 Prozent. Der Hauptindex BET lag mit einer Wochenperformance von minus 0,3 Prozent etwas über dem Mittelwert, der BETPlus-Index war mit seinem Minus von 0,24 Prozent näher am Durchschnitt. Da war der ROTX schon etwas stärker betroffen, er verlor auf Wochensicht 0,59 Prozent und fiel zurück auf einen Stand nahe der 20.000-Punkte-Grenze. Am deutlichsten übertraf der Energiewerte-Index BET-NG den Durchschnitt: Er verlor auf Wochensicht 1,07 Prozent und entfernte sich somit etwas weiter von der 700-Punkte-Marke. Der Finanzwerte-Index BET-FI entwickelte sich wieder einmal gegen den allgemeinen Markttrend und legte auf Wochensicht 1,09 Prozent zu. Somit festigte der Finanzwerte-Index seinen Stand jenseits der 40.000-Punkte-Marke.

Die Handelswoche begann bereits mit Korrekturen von 0,4 Prozent am ersten und von weiteren 0,3 Prozent am Folgetag. Danach erholte sich der Markt gut mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 0,68 Prozent. Zwar gab es am Donnerstag noch einmal 0,1 Prozent drauf, aber die Woche endete, wie sie begonnen hatte: mit Verlusten (minus 0,19 Prozent).

Umsätze gehen stark zurück

Die Aktienumsätze brachen im Vergleich zur Vorwoche um fast 40 Prozent ein. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche 127,56 Millionen Lei mit Aktien umgesetzt, das waren 80,8 Millionen Lei weniger als noch in der Woche zuvor. Die Betrachtung umfasst nicht die Umsätze des Anleihenmarktes. Der hatte in der vergangenen Woche vom Handelsstart der staatlichen Anleihen profitiert (siehe ADZ vom 8. Dezember 2020). Auch in der vergangenen Woche gab es etwas Bewegung am Anleihenmarkt, der Umsatz dort bezifferte sich auf 25,23 Millionen Lei (5,04 Millionen Euro).

Den Aktienumsatz teilten sich die Emittenten in bereits gewohnter Weise. Die Banca Transilvania (TLV, 2,23 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) war für 13,2 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich, 10,7 Prozent gingen auf das Konto der Banca Română de Dezvoltare (BRD, 14,6 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2). SIF Moldova (SIF2, 1,2 Lei, ISIN ROSIFBACNOR0) bescherten der Börse diesmal 7,8 Prozent vom Aktienumsatz. Das ist vor allem auf einen Sonderdeal am vergangenen Mittwoch zurückzuführen, als 10 Millionen SIF Moldova (SIF2, Lei, ISIN ROSIFBACNOR0) Aktien auf einmal den Besitzer wechselten. Das waren ein Prozent des Stammkapitals.

Gewinner und Verlierer der Woche

Von den gelisteten Emittenten konnten sich 29 über einen Kursgewinn freuen. Allen voran der Metallverarbeiter COS Târgoviște (COS, 0,88 Lei, ISIN ROCOSUACNOR5), der nach einer sehr guten Woche gleich noch einmal 50 Prozent auf Wochensicht zulegte. Das hochverschuldete Unternehmen soll durch einen Eilerlass die Schulden mit dem Transfer von Aktiva an das Wirtschaftsministerium abbezahlen; dadurch sollen 1200 Arbeitsplätze gerettet werden. Die Aktion ließ die Aktie binnen eines Jahres von 0,013 Lei auf jetzt 0,88 Lei steigen, sie liegt nur 3 Prozent vom 52-Wochen-Hoch von 0,91 Lei entfernt.

Zweitgrößter Gewinner der Woche war der Wohnungsbauer Impact Developer & Contractor (IMP, 1,88 Lei, ISIN ROIMPCACNOR0), dessen Aktien auf Wochensicht 26 Prozent zulegten. Das Unternehmen wird demnächst eine Anleihen-Emission im Gesamtwert von umgerechnet sechs Millionen Euro auf den Markt bringen. Die Anleihen werden eine Laufzeit von sechs Jahren haben und einen Zinssatz von 5,9 bis 6,4 Prozent tragen, die Zinsen werden quartalsweise ausbezahlt werden. Der Schritt wurde bereits im April dieses Jahres von den Aktionären bewilligt, nun hat der Aufsichtsrat des Unternehmens die Emission freigegeben.

31 Emittenten mussten Kursverluste hinnehmen, die höchsten verzeichneten der Maschinenbauer Altur (ALT, 0,0265 Lei, ISIN ROALTCACNOR1) – minus 10,17 Prozent – und der Armaturenhersteller Armătura (ARM, 0,11 Lei, ISIN ROARMAACNOR7) – minus 12 Prozent. Der Erdgasversorger Transgaz (TGN, 286 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) verlor 1,38 Prozent an Wert, nachdem das Wettbewerbsamt eine Strafe in Höhe von 34,2 Millionen Lei wegen getürkter Ausschreibungen im Jahr 2011 verhängt hatte.

Devisen

Am Devisenmarkt wurden wieder unterschiedliche Entwicklungen registriert, ein Trend war nicht zu erkennen. Während sich die europäische Gemeinschaftswährung, der Euro, leicht verbilligte (minus 0,066 Prozent), verteuerte sich der US-Dollar wieder deutlicher, und zwar um 0,33 Prozent. Dennoch bleibt der Euro weiterhin stark bei 4,8693 Lei (Stand: gestriger Montag). Der US-Dollar legte hingegen 0,013 Lei zu und stand zu Beginn dieser Handelswoche bei 4,0156 Lei.


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