Markt weiter auf dem Rückzug, vor allem Energiewerte haben zu leiden

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Foto: Wikimedia Commons

Die vergangene Börsenwoche folgte dem rückläufigen Trend der Vorwoche, mit einer Ausnahme: Der Finanzwerte-Index BET-FI konnte mit 0,5 Prozent einen hauchdünnen Zuwachs feiern. Das half allerdings nicht dem Durchschnitt von minus 0,45 Prozent, der vor allem durch den Verlust in Höhe von 1,76 Prozent des Energiewerte-Index BET-NG belastet war. Der ROTX lag mit seinem Verlust von 0,49 Prozent im Durchschnitt, die beiden Hauptindizes BET und BETPlus mit jeweils minus 0,28 beziehungsweise 0,23 Prozent deutlich darunter.

Der Umsatz lag mit 109,65 Millionen Lei (22,67 Millionen Euro) deutlich unter dem der Vorwoche, die zudem auch noch um einen Handelstag kürzer war als die vergangene. Der Rückgang betrug 30 Prozent. In vier Tagen waren 157,11 Millionen Lei mit Aktien umgesetzt worden. In der vergangenen Handelswoche betrug der Tagesdurchschnitt 21,93 Millionen Lei (oder 4,53 Millionen Euro). Den höchsten Anteil am Gesamtumsatz sicherte sich diesmal der Mineralölkonzern OMV Petrom (SNP, 0,332 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9): 14,4 Prozent. Bei einem Anteil von nur 10,9 Prozent musste sich diesmal die Banca Transilvania (TLV, 2,115 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) mit dem zweiten Platz in der Hitliste der umsatzstärksten Aktien zufriedengeben. Platz drei belegte der AKW-Betreiber und Stromerzeuger Nuclearelectrica (SNN, 14,98 Lei, ISIN ROSNNEACNOR8) – 10 Prozent. Dessen Aktien wiesen mit einem Verlust von 19,11 Prozent auch das höchste Wochenminus auf. 

Womit wir bei den Gewinnern und Verlierern der Woche wären. Den größten Verlierer haben Sie schon erfahren: Nuclearelectrica. Möglicherweise ist dies auch eine Antwort auf den Beschluss der Vorwoche, die Verhandlungen mit chinesischen Investoren zum Bau der Reaktoren 3 und 4 endgültig abzubrechen. Zweistellig verloren auch die Aktien eines anderen Erdölunternehmens, nämlich Rompetrol Well Services (PTR, 0,38 Lei, ISIN ROPESAACNOR0): minus 12,8 Prozent. Auch der größte Emittent unter den Energie-Aktien, Petrom, musste Verluste hinnehmen: 0,75 Prozent. Daher verwundert es nicht, dass der Energiewerte-Index den höchsten Wochenverlust aufwies. Für etwas Überraschung sorgte der Hersteller von Industriemaschinen AAGES (AAG, 2,68 Lei, ISIN ROAAGEACNOR7). Für eine Million Lei (206.500 Euro) wechselten 4 Prozent des rumänischen Unternehmens den Besitzer. Der Kurs schloss mit einem Wochenverlust von 0,7 Prozent, doch könnte die Transaktion mittelfristig für Aufwind sorgen. Käufer war nämlich der renommierte Industriekonzern ABB.

AAGES um einiges voraus waren in der vergangenen Woche der Hotelbetreiber SIF Hoteluri (CAOR, 1,3 Lei, ISIN ROCAORACNOR9) und die Bauunternehmen CONDMAG (COMI, 0,009 Lei, ISIN ROCOMIACNOR3) und Societatea de Construc]ii Napoca (NAPO, 4,8 Lei, ISIN RONAPOACNOR0). Sie legten auf Wochensicht 13, beziehungsweise 12,5 und 11,6 Prozent zu. In der vergangenen Woche verloren 27 Emittenten an Wert an der rumänischen Börse, 28 verzeichneten Kursgewinne. Auf Wochensicht legte der Wert aller in Bukarest gehandelten Aktien unscheinbare 385,65 Millionen Lei zu (0,32 Prozent). Die Marktkapitalisierung betrug am vergangenen Freitag 142,11 Milliarden Lei (29,35 Milliarden Euro).

Mittelfristig interessant wird die Entwicklung des Erdgaserzeugers Romgaz (SNG, 31,7 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) sein. Aktionäre haben auf der Vollversammlung in der vergangenen Woche den Entwicklungsplan der Unternehmensführung bis 2025 verabschiedet. 15,7 Milliarden Lei will das Unternehmen investieren. Nur ein Drittel davon soll in den Ausbau der Erdgasförderung gehen, 5,5 Milliarden Lei sollen in Partnerschaften und Beteiligungen investiert werden, 3,7 Milliarden Lei in die Stromerzeugung und 1,18 Milliarden Lei in Petrochemie. Die Aktie legte auf Wochensicht nur 0,47 Prozent zu.

Devisen

Nicht nur der Aktienmarkt war auf dem Rückzug, auch die rumänische Landeswährung musste sich gegenüber den zwei wichtigsten Leitwährungen geschlagen geben. Der Leu verlor auf Wochensicht gegen die europäische Gemeinschaftswährung 0,17 Prozent, was nicht viel ist. Dennoch drängt dieser Wertverlust den Euro in Richtung 4,85 Lei. Der Euro startete gestern bei 4,8421 Lei in die letzte volle Juni-Handelswoche. Derweil ließ der US-Dollar gegenüber dem Leu seine Muskeln spielen. Der Greenback startete gestern bei teuren 4,3181 Lei in die neue Handelswoche.


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