Masernepidemie: Weiteres Kind erliegt Komplikationen

Minister: Eltern sollten Kinder impfen lassen

Bukarest (ADZ) - Ein weiteres ungeimpftes Kind ist am Wochenende in Temeswar den Folgen seiner Masernerkrankung erlegen – die Neunjährige ist damit schon das achte Opfer, das im Kreis Temesch seit Ausbruch der Epidemie verzeichnet wird und landesweit das insgesamt 24. Nach Angaben des Landeszentrums zur Überwachung übertragbarer Krankheiten wurden letzte Woche weitere 238 Neufälle gemeldet, damit stieg die Zahl der hierzulande bis Ende April diagnostizierten Masern-Fälle auf 5119 – die meisten davon in den Landeskreisen Karasch-Severin (965), Temesch (950) und Arad (837). Das Landeszentrum verwies zudem darauf, dass von den insgesamt 5119 Masern-Patienten sich 4934 als ungeimpft erwiesen. Gesundheitsminister Florian Bodog appellierte derweil erneut an alle Eltern, verantwortungsvoll bezüglich der Kinder zu handeln bzw. diese impfen zu lassen. Über die Gesetzesvorlage für die Einführung der Impfpflicht sagte der Minister, dass diese keine „Handschellen für jene, die ihre Kinder nicht impfen lassen wollen“, vorsehe, sondern vielmehr den Eltern die eigene Verantwortung und die möglichen Konsequenzen ihrer ablehnenden Haltung vor Augen halten wolle. Letzte Tage hatte Bodog bei der EU-Kommission außerdem grünes Licht für einen zeitweiligen Ausfuhr-Stopp einschlägiger Impfstoffe gefordert, nachdem MMR-Impfdosen hierzulande nach wie vor Mangelware sind.



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