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Nach dem industriellen (Alb-)Traum

Fachleute kommen zu internationaler Tagung in Reschitza zusammen

Reschitza – „Nach dem industriellen (Alb-) Traum: Erfahrungen, Erinnerungen und Erwartungen der (De-)Industrialisierung in Südosteuropa im Vergleich“: Dies ist der Titel einer internationalen Tagung, die am 12. und am 13. Juli in Reschitza stattfindet. Das Ereignis wird von der Babe{-Bolyai-Universität (BBU) Klausenburg/Cluj-Napoca und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung in Regensburg, Deutschland, veranstaltet. Organisatoren sind Prof. Dr. Rudolf Gräf, Prorektor der BBU, und Prof. Dr. Ulf Brunnbauer, Direktor des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung, mit Unterstützung von Dr. Livia Magina, Sprecherin des Museums des Banater Montangebiets und des Rathauses Reschitza.


Die Tagung soll eine Bestandsaufnahme des IST-Stands der Forschungen zur De-Industrialisierung und ihrer Wahrnehmung im Südosten Europas bieten. Das Thema wird dabei in den historischen Kontext eingegliedert – ältere De-Industrialisierungsphänomene wie auch zeitgenössische Industriewahrnehmungen sollen untersucht werden. Zu den Leitthemen gehören u.a.: industrielle Zukunftserwartungen und Arbeiterprotest, (post-)industrielle Nostalgie und politische (De-)Mobilisierung, Ressourcen der Resilienz von Industriebetrieben, Verklärungen, Verdammungen und Aneignungen des Industrieerbes, Dimensionen der sozialen Degradierung sowie Repräsentationen der Industriemoderne und Geschlechterbilder. Die Kulisse der Tagung bildet die Stadt Reschitza in Westrumänien, eine ehemalige Bergbau- und Industriestadt, die beispielhaft für die Folgen von De-Industrialisierung in der europäischen Peripherie steht. Die Ruinen des industriellen Zeitalters sind immer noch zu sehen, die Folgen der De-Industrialisierung sind weiter-hin präsent. Es mangelt an Geldern, um das industrielle Erbe museologisch zu verwerten.


Keynote-Referenten sind Stefan Berger von der Universität Bochum, Rudolf Gräf von der BBU Klausenburg und Florian Peters vom Institut für Zeitgeschichte in München. Die Tagung beginnt am Donnerstag, dem 12. Juli, um 9 Uhr, mit einem Grußwort des Reschitzaer Bürgermeisters Ioan Popa. Austragungsort ist der Konferenz- und Tagungssaal des Stadtrats im Rathaus von Reschitza. In verschiedenen Panels werden an beiden Tagen Referate zu den Leitthemen gehalten. Historiker aus Rumänien, Serbien, Deutschland, Italien und Griechenland kommen zu diesem Anlass zusammen. Ein Stadtrundgang mit Werksbesichtigung ist abschließend geplant.

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