Orban: Keine 40-prozentige Erhöhung der Renten

Auch Kindergeld kann nicht verdoppelt werden

Premierminister Ludovic Orban, Archivfoto: gov.ro

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Premierminister Ludovic Orban fand am Sonntagabend auf România TV klare Worte zum Thema Renten- und Kindergelderhöhung. Eine Steigerung der Renten um 40 Prozent sei in Anbetracht der Corona-Krise derzeit unmöglich. Selbst unter guten wirtschaftlichen Bedingungen, wie sie Anfang des Jahres herrschten, als der Haushalt angenommen wurde, wäre dies schwer realisierbar gewesen – umso mehr jetzt, wo die Krise das Rentenbudget und die Haushaltseinnahmen stark angegriffen habe.

Eine Rentenerhöhung um 40 Prozent gefährde das Gleichgewicht im Staatshaushalt. Es bestehe das Risiko, dass Rumänien vor anderen Verpflichtungen zahlungsunfähig wird. Die Renten sollen dennoch erhöht werden, nur über den Prozentsatz wollte Orban ohne Vorliegen einer genauen Analyse noch keine Aussage treffen. Ähnlich verhält es sich mit der geplanten Verdoppelung des Kindergeldes, die den Staat rund sieben Milliarden Lei kosten würde. „Wir können uns keine Verdoppelung des Kindergeldes erlauben. Es ist die zweite Verdoppelung nach den Haushaltsdebatten im März 2019“, erklärt der Premier. Stattdessen müsse man über einen Stufenplan zur Anhebung des Kindergeldes bis zur doppelten Summe nachdenken.
 

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Bemerkungen :

  • user
    Linares 23.06.2020 Beim 08:19
    Unser Rentensystem bedarf dringend einer rechtssicheren Neugestaltung, bei der die Jahre getaner Arbeit eine primaere Rolle spielen muss. Die unterschiedliche Bewertung von Arbeit fuer Privatunternehmen und Staatsdienst ist unlogisch und muss entfallen. Dies gilt auch fuer das Lebensalter fuer den Eintritt in den Rentenstatus. Es gibt einfach keinen nachvollziehbaren Grund dafuer, dass Angehoerige gewisser Berufsstaende im besten Lebensalter Rente beziehen.

    Eine besondere Rolle bei der notwendigen Neugestaltung des Rentensystems spielen die "Sonderrenten". Warum sich ein Land wie Rumaenien, wo es finanziell ueberall kneift, einen derartigen Luxus leisten kann, ist schwer nachvollziehbar. Der Aufwand fuer die Sonderrenten gehoert in das normale Rentenbudget integriert. Ebenso muss fuer die Hoehe der kuenftigen Renten ein inflationsabhaengiger Index eingefuehrt werden. Dafuer gibt es z.B. in Deutschland den sogenannten Warenkorb. Damit wird vermieden, dass sich das Parlament mit jeder Rentenaenderung befassen muss.

    Der Platz hier ist zu knapp fuer detaillierte Darstellungen, aber dass es so - wie es aktuell der Fall ist - nicht weitergehen kann, ist evident.