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Parlament gibt grünes Licht für Udreas Strafverfolgung

Ex-Ministerin: „Stelle mich meinem Schicksal“

Bukarest (ADZ) - Die im Verdacht der Großkorruption stehende Abgeordnete Elena Udrea (PMP) kann jederzeit in Gewahrsam genommen werden, nachdem das Unterhaus am Montagabend allen DNA-Ansuchen betreffend die frühere Entwicklungsministerin stattgab. Die Abgeordneten stimmten offen über jedes einzelne Ansuchen ab, sodass die Plenartagung letztlich kurz vor Mitternacht endete. Gebilligt wurden insgesamt sechs DNA-Ansuchen, nämlich um Aufnahme des Ermittlungsverfahrens gegen Udrea in der „Microsoft“-Affäre, sodann in der „Boxgala Bute“-Affäre sowie um Ausweitung dieser Ermittlungen, und schließlich drei separate Forderungen nach Untersuchungshaft – u. a. weil die unter richterlicher Aufsicht stehende Politikerin gegen ihre Auflagen verstieß.

Nach dem eindeutig ausgefallenen Abstimmungsergebnis, das im Amtsblatt veröffentlicht wurde, ließ Udrea die Abgeordnetenkollegen auf ihrer Facebookseite wissen, dass „das Parlament seine Chance hatte, aber vertan hat“. Sie stelle sich ihrem Schicksal, doch zähle nicht dieses, sondern vielmehr die Tatsache, dass „die Wahrheit unterdrückt worden ist“. Vor dem Plenum der Abgeordnetenkammer hatte Udrea zwar für eine Verfahrensaufnahme gegen sie plädiert, um ihren Namen „vor Gericht reinwaschen zu können“, allerdings auch verzweifelt versucht, ihre Kollegen davon zu überzeugen, den drei DNA-Ansuchen um U-Haft für sie nicht stattzugeben.

cffviseu

Kommentare zu diesem Artikel

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Bemerkungen :

  • user
    Helmut 11.02.2015 Beim 10:27
    Wenn Mme.Udrea wirklich so unschuldig ist,warum hat sie sich dann so verzweifelt versucht,ihre KollegenInnen von dem DNA-Ansuchen abzubringen.Hier dürfte doch einiges nicht stimmen , alles ist sehr widersprüchlich.SIe müßte doch das größte Interesse daran haben ihre Unschuld zu beweisen.Dies wird aber nur durch eine Klärung vor Gericht möglich sein.Ob in ihrem Fall,Verschleierungsgefahr besteht,muß durch die zuständige Instanz festgestellt werden.In diesem Fall wäre,so wie in allen demokratischen Staaten üblich,eine Untersuchungshaft angebracht.Mme.Udrea muß endlich begreifen,auch für sie gelten die gleichen Gesetze wiefür jede/n StaatsbürgerIn.Hätte sie sich niemals auf unredliche Sachen(z.Zt.gilt die Unschuldsvermutung) eingelassen,wäre sie auch nie in Verdacht geraten.Wer A sagt,muß auch B sagen können.So ist eben das Leben.
  • user
    Skeptikus 11.02.2015 Beim 10:25
    Da lässt sich nichts "rein waschen"... Die Protektion ist weg. Mal sehen, wen sie alles noch mit in den Abgrund zieht...
Kanton Aargau