Plaza Centers verzichtet auf Temeswarer Mall

Ehemaliges Modern-Fabrikgelände zum Verkauf angeboten

Temeswar - Die israelische Unternehmensgruppe Plaza Centers hat den Plan aufgegeben, in Temeswar/Timişoara ein Einkaufszentrum zu errichten, und bietet nun das Gelände an der Kreuzung der Lugoscher Straße mit der Calea Dorobanţilor zum Verkauf an. Dies teilte ein Sprecher von Plaza Centers vor Kurzem mit. Bei 7,5 Millionen Euro liegt der geforderte Preis für das Areal der ehemaligen Filty-Modern-Schuhfabrik, wo das 38.000 Quadratmeter große Einkaufszentrum gebaut werden sollte. Die in Israel beheimatete Unternehmensgruppe ist nun mit ihren Plänen im dritten Anlauf gescheitert, bereits vor der Wirtschafts- und Finanzkrise der Jahre 2008/09 wollte Plaza Centers die Mall errichten. Damals wurde die seit Jahren stillgelegte Schuhfabrik abgerissen, doch der Einbruch der Krise stoppte zunächst die Baupläne. Dann hieß es, das Einkaufszentrum werde Ende 2016 seiner Bestimmung übergeben, doch auch aus diesem zweiten Anlauf wurde nichts. Schließlich wurde eine neue Baugenehmigung erteilt, die Mall sollte bis 2018 gebaut werden. Plaza Centers teilte mit, dass in der Mall die französische Auchan-Kette ihre 4. Temeswarer Filiale betreiben werde, ein Vorvertrag sei unterzeichnet. Kein Spatenstich war jedoch auf dem verlassenen Gelände je getätigt worden. Die Modern-Schuhfabrik geht auf eine Gründung der 1920er Jahre zurück, die Schuhmanufaktur hieß damals „Filt“, wurde nach der Nationalisierung zu „Modern“ umbenannt und nach der Wende in die Pleite getrieben.

Plaza Centers musste in Rumänien mehrere Flops erleben, die um 2006/07 bekanntgegebenen kühnen Expansionspläne sind inzwischen aufs Eis gelegt worden, nachdem das Riesenprojekt der Casa Radio in Bukarest scheiterte. In der Hauptstadt wollte die Unternehmensgruppe das unfertige Gebäude der Casa Radio, einer Großbaustelle aus der Ceauşescu-Zeit, unter dem Namen Dâmboviţa Center zu einer Riesenmall umbauen. Darüber hinaus plante Plaza Centers kleinere Einkaufszentren, darunter in Hunedoara, Sankt Georgen/Sfântu Gheorghe und Temeswar. In der Banater Metropole ist nach Eröffnung der Shopping City an der Schager Straße die Monopolstellung der Iulius Mall gebrochen worden. Die Shopping City gehört dem südafrikanischen Immobilienfonds NEPI, ist deutlich kleiner als die Iulius Mall, doch für die Bewohner der südlichen Hälfte der Stadt sowie des südlichen Umlandes, einschließlich des Kreises Karasch-Severin/Caraş-Severin und der serbischen Ortschaften hinter der Grenze bei Morawitza/Moraviţa eine inzwischen beliebte Destination.

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