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Politisches Interesse der Jugend geweckt

Abschluss des Sommercamps für deutsche Minderheiten in [umuleu Ciuc

75 Jugendliche aus elf verschiedenen Ländern nahmen am Sommercamp für deutsche Minderheiten teil. Foto: Kinga Kelemen

Schomlenberg - „Das Stereotyp, dass die Jugend politisch nicht interessiert sei, trifft nicht zu“, bemerkte Cord Meier-Klodt, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest, bei einer Diskussionsrunde mit Jugendlichen anlässlich der Abschlussveranstaltung des Sommercamps 2019 in Schomlenberg/ Şumuleu Ciuc. Zu dieser Schlussfolgerung kam der deutsche Botschafter, nachdem er die Präsentationen der Teilnehmer des Sommercamps verfolgte, wo schwierige Themen wie der Klimawandel, Umweltschutz, Gleichberechtigung, Migration oder Diversität vielfältig bearbeitet wurden.

Insgesamt 75 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren aus 11 verschiedenen Ländern (Rumänien, Serbien, Ungarn, Polen, Tschechien, Slowakei, Russland, Ukraine, Lettland, Kasachstan und Kirgisistan) verbrachten vom 30. Juli bis zum 11. August zwei Wochen gemeinsam, um durch verschiedene Workshops und den Austausch untereinander ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Die Ergebnisse ihrer Projektarbeit stellten sie innerhalb einer Abschlussfeier vor. Danach konnten die Jugendlichen dem deutschen Botschafter in Bukarest und der stellvertretenden Kreisratsvorsitzenden des Kreises Hermannstadt, Christine Manta-Klemens, die Schirmherrin des diesjährigen Sommercamps, Fragen stellen. Die eingeladenen Ehrengäste erzählten über ihre Arbeit und waren sich einig, wie wichtig es ist, für die deutsche Sprache und Identität zu kämpfen, diese zu bewahren. Christine Manta-Klemens nannte die deutsche Sprache den Schlüssel nach Europa, ein Europa, das für den deutschen Botschafter Cord Meier-Klodt nicht nur ein geografischer Begriff ist, sondern ein Prinzip, ein Europa der Werte, wie Demokratie, Rechtsstaat und Frieden.

Er erinnerte die Jugendlichen an den Mauerfall, dessen 30-jähriges Jubiläum dieses Jahr gefeiert wird. „Wir säßen heute nicht alle zusammen, wenn der Mauerfall nicht gewesen wäre“, betonte Cord Meier-Klodt. Doch die aktuellen Probleme, die auch die Jugendlichen in ihren Projekten angesprochen haben, wie z. B. der Klimawandel, können nicht alleine gelöst werden, es müssen alle an Bord, um gemeinsam Lösungen zu finden, sagte der Botschafter. Beeindruckt von den Präsentationen und Fragen der Jugendlichen, bemerkte Botschafter Cord Meier-Klodt zum Schluss, dass er der jungen Generation schon bald seinen Job übergeben kann.

Ein Sommercamp für Jugendliche der deutschen Minderheit gibt es auch nächstes Jahr und wird in Polen stattfinden.
Das Sommercamp 2019 wurde vom Goethe-Institut Bukarest, dem Institut für Auslandsbeziehungen, dem Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen in Rumänien organisiert. Das Auswärtige Amt sowie das Departement für interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung förderten das Projekt.

cffviseu

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