PSD: Popularitätswerte des Parteichefs im Keller

Ponta sieht Premier Tudose als Nachfolger Dragneas

Bukarest (ADZ) – PSD-Generalsekretär Marian Neacşu hat am Montag unwillkürlich bestätigt, dass die Popularitätswerte seines Parteichefs im Keller sind. Es stimme, dass Liviu Dragneas Werte unter jenen der PSD liegen, doch sei eine Partei nun einmal „die weit größere Masse, die eben schwerer Verluste einfährt als eine Einzelperson“. Zudem „fühle“ er, dass Dragnea „nach wie vor die Parteilokomotive ist“, so Neacşu.

Davor hatte Ex-Premier Victor Ponta in einer Talkshow enthüllt, dass Dragnea mittlerweile zur Achillesferse seiner Partei geworden ist: Stets hätten PSD-Vorsitzende entweder die gleichen Popularitätswerte wie die Partei aufgewiesen oder sogar „etwas darüber“ gelegen, nun aber liege die Popularität des aktuellen Parteichefs bei 15, jene der Partei indes bei 40 Prozent, sagte Ponta dem Sender Antena 3. Entsprechend rechne er damit, dass Premier Mihai Tudose früher oder später den Parteivorsitz übernehme – der Schritt sei „unumgänglich“, da „Dragnea zur Schwachstelle der PSD geworden ist“, so Ponta. Dessen Prophezeiungen dementierte Regierungschef Tudose jedoch prompt: Er habe „null Interesse“ am Amt des Parteivorsitzenden, sagte Tudose den Medien.

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Bemerkungen :

  • user
    Alex 28.07.2017 Beim 13:32
    Das ist korrekt, Manfred. Allerdings weiß ich nicht, ob eine andere "Truppe" oder Partei wesentlich besser wäre. Die können (oder besser gesagt wollen) es ALLE nicht besser, als es der Wähler gerade zulässt. Solange dieser nicht versteht, dass ein vorbestrafter Parteivorsitzender ein No-Go ist, wird es dieses PRoblem geben. Wenn man sich vor Augen führt, wie viel Unheil die persönliche Situation von Dragnea schon gebracht hat (bis hin zur versuchten Gesetzgebung aus persönlichem Interesse, Stichwort OG 13), dann wundert sich der Nichtrumäne in der westlichen Welt über jeden Prozentpunkt Zuspruch, den es für diesen Parteivorsitzenden gibt. Dies wird hoffentlich zu einem weiteren Lerneffekt in der rumänischen Gesellschaft führen. Denn es wird den allermeisten nicht entgangen sein, dass eine solche Voraussetzung wie die Dragneas sich sehr negativ auswirken kann und untragbar ist. Ich bin davon überzeugt, dass die rumänsche Gesellschaft auf einem sehr guten Weg ist, sie hat sich seit der Wende auch sehr positiv verändert, wird aber sicher noch einige Rückschläge verkraften müssen und viel "Lehrgeld" zahlen müssen...
  • user
    Manfred 27.07.2017 Beim 17:50
    Das eine dermaßen unfähige Truppe eine Popularitätsrate von 40% haben soll,kann ein Nichtrumäne in keinster Weise nachvollziehen...