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Rumänisch-ungarischer Streit schlägt weitere Wellen

Parlamentsvorsitzende schreiben an ihren Budapester Kollegen

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Vasile Blaga, Vorsitzender des Senats, und Roberta Anastase, Vorsitzende der Abgeordnetenkammer, haben sich in einem Schreiben an den Vorsitzenden des Parlaments in Budapest, László Kövér, gewendet, in dem sie ihn ersuchen, seinen für Dienstag in Siebenbürgen geplanten Besuch zu verschieben.

Sein Besuch sei wann immer willkommen, doch jetzt knapp vor den Lokalwahlen „sei jede Einmischung in den internen demokratischen Prozess“ nicht im europäischen Geist. Auch UDMR-Vorsitzender Hunor Kelemen hält den Besuch des ungarischen Politikers augenblicklich nicht für angebracht.
László György, der Vorsitzende der Ungarischen Bürgerpartei in Neumarkt/Tg. Mureş, hingegen ist der Meinung, dass László Kövér der Ehrenvorsitzende dieser Partei sei und kein Grund bestünde, seine Teilnahmen an acht Wahlversammlungen sowie an der Schlussveranstaltung in Neumarkt abzusagen.

Andererseits erwartet Premier Victor Ponta, dass die ungarische Seite sich wegen den kürzlichen Äußerungen von László Kövér entschuldigt. Dieser hatte während der Affäre der Urnenbeisetzung des Dichters Jószef Nyirö gesagt, die rumänische Regierung sei „barbarisch“. Nachdem die ungarische Seite dazu aber nicht bereit ist, hat Victor Ponta den ungarischen Premier Viktor Orbán, der zu einer EU-Veranstaltung in Bukarest war, nicht empfangen.

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Bemerkungen :

  • user
    Ovidiu 05.06.2012 Beim 20:03
    Ja, kein Wunder, dass es solche Streitigkeiten gibt. Ungarn ist ein Land, das seinen Platz in der EU noch nicht gefunden hat. Die ungarische Bevölkerung geht duch eine Identitätskrise, viele Leben in der Vergangenheit. Ich bin sehr traurig darüber, dass wir mit unseren Nachbarn gar keine normale Beziehung haben können und dass solche "Trianon"-Geschichten immer wieder aufkommen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Ungarn eines Tages wieder zur Besinnung kommen.
Kanton Aargau