Rumänische Börse startet mit verhaltenem Optimismus ins neue Handelsjahr

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Bild: Wikimedia Commons

Bukarests Börse startete verhalten freundlich ins neue Handelsjahr. Nach der ersten vollen Handelswoche legte der Hauptindex BET leicht (plus 0,31 Prozent) auf 9952,83 Punkte zu. Der BETPlus folgte naturgemäß mit einem Plus von 0,34 Prozent, er bildet in der Hauptsache dieselben Emittenten wie der BET ab. Der ROTX konnte dank eines Zuwachses um 46,83 Punkten 0,22 Prozent zulegen. Die Extreme wurden vom Finanzwerte-Index BET-FI – plus 1,5 Prozent auf fast 48.000 Punkte (49.993,05) – sowie vom Energiewerte-Index BET-NG – minus 0,4 Prozent – gedeckt.

Der Gesamtumsatz war mit 160,49 Millionen Lei (33,6 Millionen Euro) ebenfalls verhalten. Der Tagesdurchschnitt lag somit bei 32,1 Millionen Lei oder 6,72 Millionen Euro.
Die Marktkapitalisierung ist einer der ausschlaggebenden Indikatoren für den Markt. Er bildet die Entwicklung des Wertes aller gehandelten Aktien ab. Steigt sie, haben mehr Emittenten in der betreffenden Woche an Wert zugelegt. So geschehen in der vergangenen Handelswoche. Die Marktkapitalisierung legte auf Wochensicht 1,06 Prozent auf 181,99 Milliarden Lei (oder 38,08 Milliarden Euro) zu. Gleich drei Emittenten aus der Finanzbranche nebst einem aus der Luftfahrtindustrie und einem aus der Dienstleistungsbranche konnten in der vergangenen Woche neue 52-Woche-Höchststände melden. Es handelt sich dabei um Aerostar (ARS, 5,65 Lei, ISIN ROAEROACNOR5), SIF Moldova (SIF2, 1,63 Lei, ISIN ROSIFBACNOR0), SIF Oltenia (SIF5, 2,66 Lei, ISIN ROSIFEACNOR4) und Transilvania Broker de Asigurare (TBK, 14,3 Lei, ISIN ROTBKAACNOR5) sowie um SOCEP (SOCP, 0,515 Lei, ISIN ROSOCPACNOR5).

Ein Ausblick

Der Hersteller von Elektro-Großmotoren, Electroputere (EPT, 0,009 Lei, ISIN ROELPUACNOR3), dürfte vielleicht noch für die eine oder andere Überraschung gut sein. Im Dezember vergangenen Jahres wurde die dort noch tätige Gewerkschaft über die bevorstehende Schließung des Unternehmens informiert, nachdem im Laufe des Jahres knapp 300 von 555 Stellen abgebaut wurden und kein einziger Kundenauftrag an Land gezogen werden konnte. Das Werk bedient derzeit nur noch einen Kunden, scheint aber die Schließung vorerst vermeiden zu können. Aktionäre wie Geschäftsführung hätten den weiteren Betrieb beschlossen, laut einer Mitteilung an der Börse. Die Aktie legte 5,9 Prozent auf Wochensicht zu.

Über einem von Rumäniens wertvollsten börsennotierten Unternehmen, Transgaz (TGN, 350 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) schwebt ein knapp 54 Millionen Lei schweres Damoklesschwert. Dem Erdgasversorger droht eine saftige Strafe seitens des rumänischen Wettbewerbsamtes, nach einer 2011 begonnenen Untersuchung von Ausschreibungen, die Transgaz organisiert hat. Die Angebote von 23 Unternehmen haben die Wettbewerbshüter untersucht und vermuten, dass Transgaz Absprachen zugelassen habe. Daher drohe eine Strafe von bis zu vier Prozent des Umsatzes, der 2011 bei 1,34 Milliarden Lei lag. Laut Finanzzeitung („Ziarul Financiar“) plane das Unternehmen nun Rückstellungen für Rechtsbeistand im Wert von 100.000 Euro zu aktivieren. Die Aktie verlor auf Wochensicht 2,1 Prozent.

Aktionäre von an der BVB gelisteten Unternehmen können schon mit dem Planen beginnen. Der Fonds Proprietatea (FP, 1,205 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5), der Börsenbetreiber BVB (BVB, 25,5 Lei, ISIN ROBVBAACNOR0) und der Stromversorger Transelectrica (TEL, 19,85 Lei, ISIN ROTSELACNOR9) haben ihre Berichtspläne veröffentlicht. Den Start macht der Fonds Proprietatea, der am 28. Februar die vorläufigen Ergebnisse des gerade abgeschlossenen Geschäftsjahres veröffentlichen wird. Der endgültige Bericht folgt zwei Monate später. FP-Aktien legten in der vergangenen Woche nur 0,4 Prozent zu, BVB-Papiere schlossen unverändert zur Vorwoche und TEL-Aktien legten vorerst 1,27 Prozent zu.

Devisen

Der Devisenmarkt verhielt sich in der ersten vollen Handelswoche dieses Jahres ruhig. Der Euro machte erneut eine Seitwärtsbewegung durch und schloss fast unverändert zur Vorwoche. Zwar startete die europäische Gemeinschaftswährung mit einem verheißenden Minus von 0,07 Prozent, machte jedoch den Verlust im Laufe der Woche wieder wett. So startete der Euro am Montag dieser Woche bei einem hohen Stand von 4,7795 Lei. Etwas anders verhielt sich der US-Dollar. Er legte auf Wochensicht gleich 1,12 Prozent zu und startete jenseits der 4,3-Lei-Marke bei 4,3088 in die neue Handelswoche.


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