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Rumänischer Botschaftsmitarbeiter stirbt bei Taliban-Anschlag in Kabul

Weiterer Rumäne verletzt, Botschaftsgebäude „zu 80 Prozent“ zerstört

Einwohner von Kabul nach dem Großangriff der radikalislamischen Taliban auf das Green-Village-Gelände, auf dem auch die rumänische Botschaft ansässig ist. Foto: Xinhua/Agerpres

Kabul/Bukarest (ADZ) - Bei einem schweren Autobombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul in der Nähe des Green Village – ein Stadtteil, in dem zahlreiche Botschaften und internationale Organisationen ansässig sind – und des darauffolgenden Angriffs der radikalislamischen Taliban auf Einrichtungen vor Ort ist in der Nacht auf Dienstag ein Wachmann der rumänischen Botschaft getötet und ein weiterer schwer verletzt worden. Bei dem Großangriff wurden mindestens 16 Menschen getötet und weitere 119 verletzt.

Außenministerin Ramona Mănescu (Ex-ALDE) sagte den Medien am Dienstagabend, dass der getötete 43-jährige Rumäne „sein Leben gegeben hat, um andere zu retten“. Der nach der Explosion der Autobombe folgende Angriff bzw. Schusswechsel habe „Stunden gedauert“, der rumänische Botschafter sei evakuiert und „an einen sicheren Ort“ bzw. zu einem Militärstützpunkt, der Schwerverletzte in ein Lazarett der Alliierten gebracht worden. Der Sitz der rumänischen Botschaft in Kabul sei „zu 80 Prozent zerstört“, so die Ministerin. Mănescu zufolge wird angesichts des neuen Angriffs auf das Green Village und des zerstörten Botschaftssitzes überlegt, das gesamte rumänische Personal vor Ort „zeitweilig abzuziehen“.

Staatschef Klaus Johannis und Regierungschefin Viorica Dăncilă sprachen den Hinterbliebenen des getöteten Sicherheitsmannes ihr tiefes Beileid aus, stellten jedoch auch klar, dass der Kampf gegen den Terrorismus unvermindert weitergehen werde.
Der Großangriff fand nur wenige Minuten nach einem lokal ausgestrahlten TV-Gespräch mit dem US-Sondergesandten für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, statt, der bekannt gegeben hatte, dass sich die USA mit den Taliban „grundsätzlich“ auf einen Friedensplan geeinigt hätten.

cffviseu

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Bemerkungen :

  • user
    Joachim 04.09.2019 Beim 16:10
    Wir haben uns nicht in Afghanistan zu verteidigen. Wir sind dort die Aggressoren und nicht die Verteidiger. So sehen das die Afghanen und so sehe ich das. Einne Mehrheit der Bundesbürger ist gegen diesen Krieg, der mittlerweile 18 Jahre lang geführt wird. 18 Jahre lang wird gegen eine Mehrheit des Bürgerwillens gehandelt, bzw. regiert. In welcher Demokratie leben wir?
Kanton Aargau