Staatschef rügt Mankos des Bildungssystems

Minister kündigt neues Unterrichtsgesetz an

Neues Schuljahr, alte Unzulänglichkeiten: Für Schüler und Lehrer des Bukarester Gymnasiums „Gheorghe Şincai“ fand Staatschef Klaus Johannis Montag trotzdem aufmunternde Worte und gute Tipps.
Foto: presidency.ro

Bukarest (ADZ) - Zu Beginn des neuen Schuljahres hat Staatschef Klaus Johannis auf zahlreiche Mankos des heimischen Bildungssystems und in diesem Kontext auf die zunehmende Zahl funktionaler Analphabeten sowie von Schulabbrechern hingewiesen. In einer Rede vor Schülern und Lehrkorps des hauptstädtischen Gymnasiums „Gheorghe Şincai“ rügte der Präsident den abermaligen Mangel an Lehrbüchern: Leider gehe auch dieses Schuljahr für viele Schüler ohne Lehrbücher los – und oftmals in Unterrichtsstätten unter allen Standards. Doch zucke jede Regierung angesichts dieser Mankos bloß mit den Schultern und beeile sich, die Schuld der Vorgängerregierung zuzuschieben, womit keineswegs zur Verbesserung der Lage beigetragen werde, so Johannis. Den jüngsten Vorschlag von Bildungsminister Liviu Pop (PSD), künftig ein einziges Lehrbuch pro Unterrichtsfach zuzulassen, kritisierte der Präsident als „Rückfall“ in Vorwendezeiten.
Der Ressortminister beeilte sich indes, ein neues Unterrichtsgesetz anzukündigen: Laut Regierungsprogramm der Koalition habe es bis spätestens September 2018 erarbeitet und im Parlament eingebracht zu sein, sagte Pop dem Hörfunksender RFI.

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