Staatschef über die zweite Corona-Spitze: Die Lage ist ernst

Johannis und Orban appellieren an Politiker und Bürger

Staatschef Klaus Johannis hat am Mittwoch vor dem Hintergrund stetig steigender SARS-CoV-2-Neuinfektionen hervorgehoben, dass die Bürger deswegen „nicht verzweifeln“, allerdings Schutz- und Hygienevorkehrungen fortan nicht mehr in den Wind schlagen sollten, Foto: Agerpres

Bukarest (ADZ) - Präsident Klaus Johannis und Regierungschef Ludovic Orban (PNL) haben besorgt auf den rasanten Anstieg der SARS-CoV-2-Infektionen hierzulande reagiert, nachdem am Mittwoch der höchste Stand (555 Fälle) seit Ausbruch der Epidemie im März verzeichnet worden war.

Johannis sprach von einem „traurigen Tag und Rekord“ und stellte klar, dass die Behörden erneut Restriktionen verhängen könnten, sollte sich die Lage weiter verschlechtern. Am Rande eines Besuchs beim Bukarester Forschungsinstitut „Cantacuzino“ hob das Staatsoberhaupt hervor, dass Behörden und Bürger im Kampf gegen eine Ausbreitung des Virus gleichermaßen in der Verantwortung stehen, viele jedoch die Schutzvorkehrungen völlig verfrüht in den Wind geschlagen haben. Das Parlament sei ersucht, den Regierungsentwurf über Quarantäne- und Isolationsmaßnahmen im Eilverfahren zu verabschieden – die Lage sei nämlich ernst, so der Staatschef. Bezüglich der nahenden Kommunalwahl sagte Johannis, dass diese unter Einhaltung der Schutzvorkehrungen seines Erachtens durchgeführt werden könne – der Urnengang an sich sei weniger „problematisch“ als der Wahlkampf, der „online und im TV“ stattfinden müsse.

Premier Orban hob seinerseits hervor, dass sich zwar niemand Einschränkungen zurückwünsche, die Exekutive jedoch nicht zögern werde, sie zu verhängen, sollte die Lage es erfordern. Orban appellierte an die Bevölkerung, sich nicht von Fake-News-Kampagnen und Corona-Skeptikern beeinflussen zu lassen und persönliche Schutzmaßnahmen wie Atemschutz, Mindestabstand sowie häufiges Händewaschen keineswegs zu lockern. Der Regierungschef fügte hinzu, dass das Parlament den Ernst der Lage hoffentlich erkennen und das neue Quarantäne- und Isolationsgesetz umgehend verabschieden werde.

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