Staatsschatz seit Jahrhundertwende relativ stabil

Entwicklung rumänischer Goldreserven

Die Fluktuation von Rumäniens Goldreserven korreliert nicht mit der Entwicklung der Gesamtreserven aller Staaten, die sich seit Ende des Zweiten Weltkrieges auf 30-35 Tausend Tonnen eingependelt haben.
Symbolfoto: pixabay.com

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Am 30. Juni 2017 wurden die staatlichen Goldreserven mit 103,7 Tonnen im Wert von 3634 Milliarden Euro beziffert. Dies als Folge eines kontinuierlichen Wachstums nach 1989, das sich ab 2000 auf 103-105 Tonnen einpendelte. In der Vergangenheit hatten Kriege, politische Entscheidungen und wirtschaftliche Entwicklungen die Schwankungen der Goldreserven stark beeinflusst. Waren es zur Gründung der Nationalbank (BNR) 1880 knappe 15 Tonnen, belegte Rumänien nur 60 Jahre später, 1940, mit einem historischen Rekord von fast 140 Tonnen den zwölften Platz weltweit.

Einschneidend war die Zeit nach der Übergabe des Staatsschatzes im Ersten Weltkrieg an Russland: 1920 betrugen die Reserven nur noch knapp zwei Tonnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gibt es eine ca. 30-jährige Berichtslücke, bis 1973, kurz nach Rumäniens Beitritt zum Internationalen Währungsfonds (IWF), 71 Tonnen gemeldet wurden. Diese wuchsen bis 1985 auf 119 Tonnen an. Nach Ceauşescus Entscheidung, die Staatsschulden mit Gold zu begleichen, schrumpfte der Schatz bis 1988 auf 45 Tonnen. Ende 1989 wurde er durch den Ankauf von 20 Tonnen aufgestockt und betrug 68 Tonnen.

cffviseu

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