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Unfallversicherungsgeld ging an Altenpflegeheim aus Rumänien

Im Bakowaer „Haus Johannes“ können zwölf chronisch Kranke betreut werden

Bei der Einweihung des Altenpflegeheims „Haus Johannes“ aus Bakowa: Caritas-Geschäftsführer Herbert Grün (links im Bild) stellte das Projekt vor. Foto: Raluca Nelepcu

Temeswar - Alte, kranke Menschen, die keine Unterkunft mehr haben, finden ab sofort eine Bleibe in dem neu eröffneten „Haus Johannes“ aus der Temescher Ortschaft Bakowa/Bacova. Das Altenpflegeheim des Caritasverbands der römisch-katholischen Diözese Temeswar/Timişoara wurde am Samstag feierlich eröffnet. Mit einer Heiligen Messe in der Ortskirche, die Generalvikar Johann Dirschl zusammen mit weiteren drei Priestern – darunter auch der Salvatorianer Pater Berno - zelebrierte, begann die Einweihungszeremonie.

„Das Haus Johannes wurde teils über eine Spende von Schwester Rosa realisiert. Die Einrichtung wurde nach ihrem Bruder benannt, der in einem Unfall verunglückt ist. Das Geld von seiner Versicherung kam dann diesem Haus zu Gute“, sagt Caritas-Geschäftsführer Herbert Grün. Zwölf chronisch Kranke, die sich selbst nicht mehr pflegen können, aber auch keine Wohnung mehr besitzen, können in der Sozialeinrichtung betreut werden. Sieben Kranke wurden bereits ins Altenpflegeheim eingewiesen. „Wir müssen immer drei-vier Plätze für Notfälle frei halten“, erklärt Caritas-Leiter Herbert Grün. Die Kranken dürfen 60 bis 90 Tage in der Bakowaer Sozialeinrichtung bleiben.

In dieser Zeit bemühen sich die Sozialarbeiter der Caritas, ihnen andere Plätze in staatlichen oder privaten Pflege- oder Altenheimen zu finden. Momentan sind neun Angestellte am „Haus Johannes“ tätig. Der Stadtrat Temeswar hat die Einrichtung finanziell mitunterstützt – für Personen aus Temeswar/Timişoara und der Umgebung werden aus diesem Grund sieben Plätze frei gehalten.

Zu den Feierlichkeiten kamen am Samstag nicht nur die Caritas-Mitarbeiter, sondern auch zahlreiche Nutznießer der Caritas-Sozialprojekte. Die Kinder, die die Tagesstätte aus Bakowa besuchen, aber auch die BewohnerInnen des Freidorfer Kinderheims und des Hauses „Lebensquell“ aus Neubeschenowa/Dudeştii Noi, waren unter anderen bei der Einweihung des „Hauses Johannes“ in Bakowa zugegen. Auch der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat, Karl Singer, der Vorsitzende der Adam-Müller-Guttenbrunn-Stiftung, Helmut Weinschrott und die Kinderärztin Margit Şerban vom Louis-Ţurcanu-Krankenhaus wohnten den Feielichkeiten bei.

Das „Haus Johannes“ wurde in dem ehemaligen römisch-katholischen Pfarrhaus aus Bakowa eingerichtet. Hinter dem Haus gibt es auch einen Park, in dem die SeniorInnen ohne Gehschwierigkeiten an der frischen Luft entspannen können. Der Park ist auch ein Begegnungsort für Jung und Alt, denn unmittelbar neben dem Altenpflegeheim befindet sich die Caritas-Kindertagesstätte, in der die Dorfkinder betreut werden.

cffviseu

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