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Ungarn zeichnet Tökes wegen rumänischer Revolution aus

„Spiegel Online“ kritisiert Staatschef Johannis

Bukarest (ADZ) - Die Behörden in Budapest haben den FIDESZ-Europaabgeordneten und ungarisch-reformierten Geistlichen László Tökes mit einem Ehrenorden für dessen „Mut und Verdienste um die rumänische Revolution“ ausgezeichnet, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Wochenende. Die Ordensverleihung erfolgt knapp zwei Wochen, nachdem Tökes hierzulande der „Stern Rumäniens“, die höchste Auszeichnung des Landes, aberkannt worden war. Die Aberkennung war bekanntlich vom Ehrenrat der Ordensträger beschlossen, durch ein rechtskräftiges Urteil des Obersten Gerichts bestätigt und jüngst von Staatschef Klaus Johannis umgesetzt worden. Grund dafür waren Tökes’ Forderungen nach einem Budapester „Protektorat“ für die Siebenbürger Ungarn gewesen.

„Spiegel Online“ kritisierte  in des in einem am Wochenende erschienenen Beitrag Johannis’ Entscheidung betreffend die Ordensaberkennung: Sie sei „der bisher befremdlichste Akt in Johannis’ knapp anderthalbjähriger Präsidentschaft, aber nicht der einzige“, hieß es im Beitrag, dabei sei Rumäniens Staatschef „seinerseits Angehöriger einer Minderheit – der siebenbürgisch-sächsischen –, und selbst erklärter Antikommunist, wenn auch ohne Heldenvergangenheit.“ Johannis sei „mit großen Reformversprechen“ angetreten, doch entpuppe sich seine Amtsführung inzwischen als „Desaster“, so das „Spiegel-Fazit.

cffviseu

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Bemerkungen :

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    Günther 16.03.2016 Beim 16:17
    "Die Aberkennung war bekanntlich vom Ehrenrat der Ordensträger beschlossen, durch ein rechtskräftiges Urteil des Obersten Gerichts bestätigt und jüngst von Staatschef Klaus Johannis umgesetzt worden"
    der Spiegel glaubt wohl Rumänien sei eine Diktatur. Johannis hat die Aberkennung nicht selbstherrlich beschlossen, sondern die Entscheidungen des Ehrentrats und des Gerichts respektiert und umgesetzt. Diese Art von rechtsstaatichen Vorgängen mutet der Spiegel dem Staat Rumänien wohl nicht zu?!
  • user
    giftschlange 15.03.2016 Beim 21:44
    1989 mag er ein Held gewesen sein.....jetzt aber ist er ein Rechtspopulist und ungarischer
    Nationalist mit rumänischen Reispaß.Diese Entwicklung von Herrn Ioannis war vorhersehbar.
  • user
    Manfred 15.03.2016 Beim 12:13
    Zustimmung,meine Herren !Bedenklich finde ich Herrn Johannis,der von" Spiegel online" vom einstigen Hoffnungsträger zum "Dilettanten" und "Schweiger" degratiert wurde...viele Rumänen sehen das wohl mittlerweile auch so -schade...
  • user
    Tourist 15.03.2016 Beim 09:44
    und Johannis spielt bei solchem Blödsinn auch noch mit. Der Tökes Lázló mag in letzter Zeit ein wenig ins madjarische Spinnereck abgedriftet sein, aber sein Platz in den Geschichtsbüchern ist ihm ohne Zweifel sicher, mit Sternchen oder ohne. In hundert Jahren wird sich kaum noch jemand an die Figuren des heutigen politischen Tagesgeschäft erinnern, während Tökes für immer ein Symbol der Revolution von 1989 sein wird.
  • user
    Kritiker 15.03.2016 Beim 08:44
    Das ist eine vollkommen verkehrte Welt in Rumänien - Gauner und Kommunisten wie Nastase behalten den "Stern Rumäniens" und einem tatsächlichen Helden wird diese Auszeichnung entzogen. Na ja dafür werden solche Nullen wie Nitu als "Revolutionäre" betitelt und erhalten auch noch ein großes Stück Land zur Belohnung!
Kanton Aargau