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Unzulässige Blutspende- Zentren in vielen Hospitälern

Ein Drittel der Zentren funktioniert ohne Zulassung

Bukarest (ADZ) – Die Hiobsbotschaften im heimischen Gesundheitswesen nehmen kein Ende: Nachdem in den vergangenen Wochen mehrere Patienten Bluttransfusionen mit falschen Blutgruppen erhielten und daraufhin tagelang zwischen Leben und Tod schwebten, hat das Gesundheitsministerium nun die Zustände in den Blutspendezentren der Krankenhäuser unter die Lupe genommen und am Mittwoch ein weiteres desolates Fazit bekanntgegeben: Insgesamt 142 Transfusionszentren aus 108 staatlichen sowie 34 privaten Hospitälern, darunter renommierte Krankenhäuser aus Bukarest, Klausenburg, Kronstadt und Temeswar, funktionieren offenbar schon seit Jahren ohne jede Zulassung – was de facto ein Drittel aller Blutspendenzentren im Land ausmacht.

Nach Angaben des Sprechers des Gesundheitsressorts, Laurenţiu Colintineanu, ist das Ministerium bereits beim Erstellen eines „Notplans“ für die betroffenen Krankenhäuser, denen eine dreimonatige Frist eingeräumt werden soll, um sich die ausstehenden Zulassungen und Zertifizierungen zu beschaffen. Transfusionszentren, die zum 1. November weiterhin keine Zulassung aufweisen können, sollen geschlossen werden. Laut Mitarbeitern der Bukarester Blutspende-Zentrale sind die fehlenden Zulassungen und Zertifizierungen zumeist auf Geldmangel sowie bürokratische Beweggründe, vereinzelt aber auch auf Apparatur- und/oder Personalmangel zurückzuführen.

cffviseu

Kommentare zu diesem Artikel

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Bemerkungen :

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    Kritiker 05.08.2016 Beim 15:07
    Das sind Mörder und gehören sofort weggesperrt !!!
  • user
    Linares 05.08.2016 Beim 13:49
    Nein, Peter, da wird durchaus der Zustand unseres Gesundheitswesens beschrieben, und der sieht konkret so aus:

    Fachlich hochqualifizierte Aerzte sind im Ausland taetig; dort werden sie angemessen bezahlt. Die im Rumaenien verbliebenen Aerzte sind zu einem hohen Anteil Scharlatane, die eine Menge Unheil anrichten, weil sie keine Ahnung und auch kein Interesse haben - mit einer Ausnahme allerdings, erkrankte Buerger werden gnadenlos abgezockt. Es gibt zwar neuerdings Gesetze, die die Zuwendungen an medizinisches Personal untersagen, aber man sollte besser nicht ausprobieren, wie man behandelt wird, wenn man nichts (oder nicht genug) in die Kitteltaschen schiebt.
  • user
    Peter 05.08.2016 Beim 11:44
    Handelt dieser Bericht wirklich über das Gesundheitswesen in Rumänien oder ist da ein kleiner Schreibfehler und er berichtet über Somalia?
    Die Blutgruppenbestimmung gibt es seit 1901, da ist den Ärzten was entgangen.
Kanton Aargau