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Verhaltener Start der Bukarester Börse in den letzten Handelsmonat

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Bild: Wikimedia Commons

Die Bukarester Börse hatte schon mal bessere Monatsstarts hingelegt. Nach dem Plus von durchschnittlich 1,66 Prozent in der Vorwoche gab es diesmal nur 0,64 Prozent im Durchschnitt. Dabei scherte der Finanzindex erneut aus, allerdings im negativen Sinn: Der BET-FI verlor auf Wochensicht 0,4 Prozent und entfernte sich wieder von der 47.000-Punkte-Marke. Der ROTX-Index schnitt deutlich besser als der Durchschnitt ab und kratzt dank eines Plus von 1,02 Prozent an der 21.000-Punkte-Marke. Einen Sprung schaffte der Energiewerte-Index BET-NG, der nach einem Wochenzuwachs von 0,8 Prozent knapp oberhalb der 800-Punkte-Marke schloss. Schließlich näherte sich der Hauptindex BET in der ersten Dezemberwoche der 10.000-Punkte-Marke, nachdem er 90,5 Punkte im Laufe der Woche zulegte. Somit steuert der Hauptindex auf ein neues Hoch hin.

Niedrigere Umsätze zum Start in den Dezember

In der ersten Wochenhälfte lag der Umsatz recht konstant um die fünf Millionen Euro. Am Donnerstag schnellte er zum Vortag um rund 40 Prozent hoch, um am letzten Handelstag der Woche um fast 47 Prozent einzubrechen. Auf Wochensicht lag der Gesamtumsatz mit 114,4 Millionen Lei (23,95 Millionen Euro) um 47,6 Prozent unter dem der Vorwoche – dieser war aber von Sonderdeals gestützt. Knapp mehr als ein Viertel des Umsatzes entfiel auf das Konto der Banca Transilvania (TLV, 2,59 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1). Die Bankaktien, die auf Wochensicht 1,6 Prozent zulegten und am vergangenen Donnerstag ihr Allzeithoch von 2,62 Lei erreichten, kamen auf einen Wochenumsatz von 31,5 Millionen Lei. Die SocGen-Tochter BRD (BRD, 15,72 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) erzielte einen Wochenumsatz von 17,6 Millionen Lei, die Aktie legte auf Wochensicht 2,75 Prozent zu und wurde zeitweilig am vergangenen Freitag bei ihrem Allzeithoch von 2,76 Lei gehandelt. Der Mineralölkonzern OMV Petrom (SNP, 0,4415 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) schloss unverändert, war aber für 11,9 Prozent des Gesamtumsatzes (oder 14,6 Millionen Lei) Umsatz verantwortlich.

Gewinner und Verlierer der Woche

Der Start in die neue Woche war auch für die Aktien alles andere als gut. Der gesamte Marktwert aller gehandelten Aktien ging am ersten Handelstag erst einmal um 1,3 Prozent zurück, fing sich jedoch im Lauf der Woche etwas, sodass die Marktkapitalisierung auf Wochensicht nur um 0,23 Prozent leicht zurückging. Gewinner der Woche waren der Arzneimittelhersteller Biofarm (BIO, 0,347 Lei, ISIN ROBIOFACNOR9), dessen Aktien auf Wochensicht 4,8 Prozent zulegten, und der AKW-Betreiber Nuclearelectrica (SNN, 14,64 Lei, ISIN ROSNNEACNOR8) mit einem Plus von fünf Prozent. Verlierer der Woche hingegen waren unter anderem der Aktienmakler BRK Financial Group (BRK, 0,0856 Lei, ISIN ROBRKOACNOR0) mit einem Kursverlust von 2,95 Prozent und der Börsenbetreiber BVB (BVB, 26 Lei, ISIN ROBVBAACNOR0) mit einem Minus von 2,6 Prozent. Ebenfalls zu den Verlierern zählte auch der Arzneimittelhersteller und -händler Farmaceutica Remedia (RMAH, 0,388 Lei, ISIN RORMAHACNOR2), nachdem bekannt wurde, dass der Inhaber den Verkauf der Apotheken des Unternehmens plant. Die Aktie verlor am Tag der Planverkündung drei Prozent, fasste sich aber, sodass sie auf Wochensicht ein Prozent verlor.

Kommt Hidroelectrica an die Börse?

Geplant ist der Börsengang des landesgrößten Stromerzeugers Hidroelectrica schon lange, doch wurde es bisher kaum konkret. Nun berichten Medien, dass die Makler Rothschild, Lazard und STJ um den Beratungsvertrag für den Börsengang buhlen. Hidroelectrica ist das größte vom Staat noch gehaltene Unternehmen. Das Unternehmen schaffte in den ersten drei Quartalen 2019 einen Umsatz von 3,3 Milliarden Lei und einen Gewinn von 1,3 Milliarden, um 21 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Devisen

Für den rumänischen Leu verlief der Start in den neuen Monat ruhig. Der Euro machte eine Seitwärtsbewegung durch, im Vergleich zur Vorwoche legte die europäische Gemeinschaftswährung nur 0,0004 Lei zu. So startete der Euro bei 4,7785 Lei in die neue Woche. Der US-Dollar erlebte einen stärkeren Ausschlag des Leu. Die nordamerikanische Leitwährung verlor auf Wochensicht 0,0356 Lei und startete gestern bei einem Stand von 4,3069 Lei.
 


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