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Volksbad schließt für Reparaturen

Vom Fundament bis zum Dach bleibt kaum ein Bauelement unangetastet

Das 1904 gebaute Hermannstädter Volksbad ist ein bedeutender Teil des Hermannstädter Kulturerbes.
Foto: Bürgermeisteramt Hermannstadt

Hermannstadt – Den Finanzierungsvertrag zur umfassenden Modernisierung des Hermannstädter Volksbades unterzeichnete der zuständige Dienst des Bürgermeisteramtes Hermannstadt/Sibiu mit der Firmenvereinigung S.C. EURAS S.R.L. - S.C. ARH. SERVICE GUTTMANN & COMP S.R.L. Ende Februar. Die Finanzierung in Höhe von 12,1 Millionen Lei stellt die Stadtverwaltung aus dem eigenen Haushalt.

Die Vertreter der Firmenvereinigung empfing nach der Vertragsunterzeichnung die Bürgermeisterin Astrid Fodor, die erklärte, dass „das Gebäude des Volksbades in Rumänien einmalig ist und einen bedeutenden Teil des Hermannstädter Kulturerbes darstellt. Ich habe darauf bestanden, mit dem Projektanten und dem Bauunternehmen zu sprechen, um ihre Verantwortung zu unterstreichen, die Arbeiten bestmöglich auszuführen, sodass die architektonischen Bauelemente erhalten und geschützt werden und die Funktionalität des Gebäudes verbessert wird.“

In einer ersten Projektphase wird dem-nächst die technische Dokumentation zusammengestellt und alle notwendigen Genehmigungen zur Ausführung der Arbeiten erwirkt. Nach Eingabe der Dokumentation ordnet das Bürgermeisteramt den Baubeginn an. Ein Jahr steht den Dienstleistern anschließend zur Verfügung, um die vorgesehenen Arbeiten umzusetzen. Demnach wird das Volksbad für das Publikum erst mit Baubeginn geschlossen, das Datum wird der Öffentlichkeit rechtzeitig bekanntgegeben.

Der Vertrag sieht umfassende Erneuerungsmaßnahmen vor, darunter die Festigung des Fundamentes, der Mauern und Stützpfeiler, des Schornsteins, des Schwimmbeckens und der Mansarde, die Einrichtung der Mansarde und den Bau eines neuen Treppenlaufes zum Obergeschoss, die Erneuerung des Verputzes innen und außen und den Austausch der Fenster. Was die Architektur betrifft werden alle historisch relevanten Elemente wie die Geländer, die Türen, die Holztrennwände in den Umkleiden, die Holztreppe, die Steinsäulen und das Steinbecken im großen Schwimmbecken sowie die Fliesen am Becken, in den Umkleiden und den Sanitäranlagen erneuert. Modernisiert werden auch die Leitungen für Strom, Heizung, Gas, Wasser und jene der Kanalisation, die Sanitäranlagen sowie die Bade- und Duschkabinen und eingebaut werden ein Videoüberwachungssystem mit Bewegungsmeldern, Rauchmeldern und Notknöpfen. Ein neues Gebäude-Management-System wird den Verbrauch der Energiequellen überwachen und abstimmen helfen.

In der neu einzurichtenden Mansarde werden Verwaltungsräume und ein Multifunktionssaal entstehen und das gesamte Dach wird einer umfassenden Erneuerung unterzogen. Zu guter Letzt wird die Heizungsanlage verlagert, ein Fitnessraum eingerichtet und ein Aufzug eingebaut.

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