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Wahlbehinderungen für Auslandsrumänen

Wahlsystem von Ansturm überfordert

Der Wahlsonntag in Bukarest endete mit einem Protest vor dem Regierungsgebäude auf der Piaţa Victoriei. Die Protestler zeigten sich mit den Rumänen im Ausland solidarisch, die wegen der mangelhaften Organisation des Wahlvorgangs in zahlreichen Städten in Italien, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Deutschland u. a. nicht wählen konnten. Foto: Agerpres

Bukarest (ADZ) - Tausende rumänischer Bürger im Ausland konnten bei der gestrigen Europawahl selbst nach mehrstündigem Warten keine Stimme abgeben. Da jeder einzelne Wähler von Hand geschrieben auf eine Liste eingetragen werden musste, kam das Ganze nur sehr langsam voran. Außerdem hat sich das elektronische System zur Überprüfung der Identität der Wähler in sämtlichen ausländischen Wahllokalen um Punkt 21.30 Uhr (jeweilige Ortszeit) automatisch abgeschaltet.

Es kam vielerorts zu Protesten, in Athen und Den Haag haben wütende Bürger sogar die Tore der rumänischen Botschaft eingerannt. In Valencia, Spanien, reichte die Warteschlange über drei Straßen, die Polizei war bemüht, Menschen mit Kindern und schwangere Frauen nach vorne zu lassen. In Brüssel, wo auch eine endlose Schlange zustande kam, wurde spontan eine weitere Schlange für Menschen mit Kindern gebildet.

Staatspräsident Klaus Johannis hatte per Eilbotschaft von der Regierung verlangt, die Wahlzeiten zu verlängern, um den Menschen die Ausübung ihres Grundrechts zu wählen zu ermöglichen, jedoch waren diese Aufforderung sowie die Proteste der Wähler erfolglos.

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